transport logistic 2019

O-Ton-Pakete für Ihre Berichterstattung

Unser Hörfunk-Service zur transport logistic 2019

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Das Team vom Messeradio ist auch diesmal wieder auf der transport logistic 2019 für Sie unterwegs, um die unterschiedlichsten Themen redaktionell zu bearbeiten. Wir bieten Ihnen alle Audiomaterialien, die Sie zur Produktion Ihres Beitrags brauchen. Hier im Downloadbereich stellen wir Ihnen kostenfrei unser Tonmaterial in Sendequalität (MP3) zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie uns über den Einsatz informieren.

Wenn Sie persönlich und direkt auf der Messe produzieren möchten, können Sie unser Hörfunkstudio im Pressezentrum West nutzen. In diesem, mit modernster Digitaltechnik ausgestatteten Studio, können Sie Ihre Beiträge bearbeiten, überspielen oder gleich live aus dem Studio senden.
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Nachfolgend finden Sie Manuskripte und 38 O-Töne zum Download
5 Prozent mehr Besucher – 10 Prozent mehr Aussteller – transport logistic 2019 mit Rekordergebnis
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Nach vier Messetagen ist die transport logistic 2019 mit einem Rekordergebnis zu Ende gegangen. Insgesamt kamen rund 64.000 Fachbesucher auf das Messegelände, das waren 5 Prozent mehr als bei der Vorveranstaltung 2017. Auch auf Ausstellerseite gab es Zuwächse und zwar von etwa 10 Prozent, die Zahl lag bei 2.360. Der Anteil an internationalen Gästen und Ausstellern ist in diesem Jahr anteilig ebenfalls gewachsen, was die Internationalität und die Bedeutung der weltweit größten Veranstaltung der Branche unterstreicht. Dazu der Geschäftsführer der Messe München, Stefan Rummel:

Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München

wir sind sehr zufrieden, wir sind bei den Ausstellern um 10 Prozent gewachsen, auch auf Besucherseite sind wir um 5 Prozent gewachsen. Beim internationalen Anteil sind wir insgesamt um 3 Prozent gewachsen, das freut uns sehr.

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Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München

die Messe ist die multimediale Plattform weltweit, sie hat den wichtigsten Stellenwert, wir bauen das auch immer weiter aus; für die Branche ist es die Weltleitmesse.

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In diesem Jahr beherrschten vor allem drei große Themen die Messe:


Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München

es gab Highlightthemen wie die neue Seidenstraße, da haben sich auch die chinesischen Aussteller verdoppelt. Dann gab es das Thema City-Logistik, letzte Meile und das dritte große Thema war der Fachkräftemangel, der Fahrer-Mangel und was passiert, wenn das autonome Fahren noch stärker vorangetrieben wird.

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Die nächste transport logistic findet in zwei Jahren statt:


Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München

man muss abwarten, wie sich die Weltwirtschaft weiter entwickelt, der Handelskrieg, der Brexit. Die Logistikketten sind miteinander vernetzt, im Moment sind alle am abwarten, aber sollten diese Themen positiv gelöst werden, dann erwarten wir auch, dass die nächste Messe weiter wachsen kann, wir haben jetzt schon Anfragen nach Standvergrößerungen.

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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer eröffnet transport logistic 2019
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Mit rund 2.360 Ausstellern aus 64 Ländern ist heute die Messe transport logistik 2019 in München gestartet. Sie ist die größte Veranstaltung der Branche weltweit. Zehn Messehallen sowie das Freigelände sind in diesem Jahr belegt. Alle wichtigen Marktspieler sind vor Ort. Der Anteil an internationalen Ausstellern liegt in diesem Jahr insgesamt bei 56 Prozent, das unterstreicht die international herausragende Rolle der Messe. Bei der Eröffnung hob Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer die herausragende Stellung Deutschlands als Logistikweltmeister heraus: • Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur
• Dr. Frank Appel, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Post DHL
• Dorothea von Boxberg, Vorstand Produkt und Vertrieb der Lufthansa Cargo AG
• Rolf Habben Jansen, Vorsitzender des Vorstandes der Hapag-Lloyd AG
• Alexander Doll, Vorstand Finanzen, Güterverkehr und Logistik der Deutschen Bahn AG
(Eröffnungsveranstaltung transport logistic 2019, Dienstag, 4. Juni 2019, 11 bis 12:15 Uhr, Halle B2 Forum)

Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister

Deutschland ist Logistikweltmeister, das ist kein Automatismus, die anderen schlafennicht, deshalb müssen wir uns ständig neu ausrichten und uns mit Innovationen Neues erarbeiten; ich bin optimistisch, wenn wir die Chancen der Digitalisierung und des Klimaschutzes aufnehmen, kann das weiter deutscher Exportschlager sein, Made in Germany hat einen guten Ruf, den wir uns jeden Tag weiter erarbeiten müssen.

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Der Bundesminister kennt die transport logistic bereits seit Jahren und ist begeistert:


Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister

ich war schon auf dieser Messe als Staatssekretär in China, die Messe hat einen Megasprung nach vorne gemacht, nicht nur von der Quantität der Aussteller, sondern auch von der Qualität der Präsentation. Natürlich sind Automatisierung, autonome und digitale Lösungen die Themen schlechthin. Die brauchen wir, wenn wir das Logo sehen, transport logistic, sie ist hochmodern, hochprofessionell, das bildet unseren Anspruch ab; Logistik - made in Germany muss die Losung sein, um Wohlstand in Deutschland zu erhalten.

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Elektromobilität, Lastenräder, Nachtlieferungen oder Kofferraumzustellung – Neue Konzepte für die Innenstadtlogistik
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Immer mehr Menschen leben in Städten. Nach den Zahlen von Statista sind es europaweit derzeit bereits 75 Prozent. Hinzu kommt der anhaltende Boom des E-Commerce und die steigenden Anforderungen an die Luftqualität, die den Druck auf die urbane Logistik weiter verstärken. Allerdings steigt nicht nur die Paketflut in den Städten, sondern auch die Menge an Stückgut, da viele Einzelhändler aufgrund der starken Konkurrenz im Netz gezwungen sind, ihre Lager und Bestände ständig aufzufüllen und für den Kunden die Waren parat zu haben. Tägliche Anlieferungen von hunderten LKW verstopfen oftmals die Straßen. Auf der transport logistic 2019 steht das Thema Innenstadtlogistik daher auch im Fokus. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte bei der Eröffnung der Messe dazu:

Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister

wir müssen uns mit den kommunalen Spitzenverbänden etwas einfallen lassen, jeder will termingerecht sein Paket geliefert bekommen, aber es gibt schlauere Abläufe als den LKW in zweiter und dritter Reihe zu parken. Wir fördern beispielsweise ein Drohnenprojekt in Aachen, um Pakete zu liefern. Wir wollen aber auch mit Micro-Hubs in den Stadtteilen den Verkehr besser koordinieren, das geht aber nur mit den kommunalen Verantwortlichen. Ich habe die urbane Mobilität und die urbane Logistik gestärkt im Ministerium, ich habe ein eigenes Referat dazu eingerichtet.

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Lösungsansätze für das immer größer werdende Problem gibt es zahlreiche. Auf der Messe werden viele von ihnen vorgestellt. DHL entwickelt beispielsweise gemeinsam mit den Kommunen zahlreiche nachhaltige City-Logistik-Konzepte. Zunächst geht es aber primär darum, die Zustellketten zu optimieren, so Dr. Markus Kückelhaus, der Leiter der weltweiten Forschungs- und Innovationsaktivitäten bei DHL:


Dr. Markus Kückelhaus, Leiter der weltweiten Forschungs- und Innovationsaktivitäten bei DHL

das erste Problem, das wir haben ist, dass wir Routen, die wir selbst durchführen, optimal planen, d.h. Es geht um dynamische Routenplanung, die Fahrer müssen nicht mehr darüber nachdenken, wie sie von einem Ort zum anderen kommen, das machen Systeme mit Algorithmen.

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Dr. Markus Kückelhaus, Leiter der weltweiten Forschungs- und Innovationsaktivitäten bei DHL

das bedeutet im Gegensatz zu früher, wir haben heute eine dynamische Routenplanung; es wird auf Hindernisse eingegangen wie Verkehrsstörungen oder aber dass die Planung aktualisiert wird, neue Stopps hinzukommen, dass man einfach dynamisch reagieren kann.

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Daneben geht es aber auch darum, die Fahrzeugflotte zu elektrifizieren. DHL hat in Deutschland bereits etwa 9.000 Elektrofahrzeuge im Einsatz:


Dr. Markus Kückelhaus, Leiter der weltweiten Forschungs- und Innovationsaktivitäten bei DHL

wir sind soweit, wir haben den in drei Varianten, das Interesse ist sehr groß, wir bieten das jetzt auch an Dritte an. Das Thema Weitreicheneinschränkung wird angegangen; wir forschen an neuen Technologien wie der Brennstoffzelle. Wir arbeiten derzeit daran, Fahrzeuge mit entsprechend noch höheren Reichweiten auf den Markt zu bringen.

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Es gibt aber auch neue Zustellmöglichkeiten, die in Pilotprojekten durchgeführt werden, wie unter anderem die Zusendung über den Kofferraum des eigenen Autos:


Dr. Markus Kückelhaus, Leiter der weltweiten Forschungs- und Innovationsaktivitäten bei DHL

das funktioniert so, dass der Zusteller via App öffnen kann, das ist eine Technologie aus dem Car-Sharing; die Zusteller können das Fahrzeug orten und es dann via Einmal-Code öffnen.

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Der Logistiker Hermes setzt in den nächsten Jahren vor allem weiter auf ihre Paketshops. Inzwischen hat das Unternehmen deutschlandweit rund 15.000. Dazu der COO von Hermes Deutschland, Marco Schlüter:


Marco Schlüter, COO der Hermes Germany

wir sehen uns mit unseren 15.000 Paketshops sehr gut aufgestellt und verfolgen Konzepte von der Zustellung von Zuhause zum Paketshop, dass man die Pakete sieben Tage die Woche rund um die Uhr abholen können. Es geht auch darum, dass die Kunden ihren eigenen für sie zugeschnittenen Paketshop haben. Wir haben inzwischen auch sehr viele Shops in Tankstellen und an wichtigen Straßen.

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Daneben will das Unternehmen das Mobilitätskonzept „Urban Blue“ weiter ausbauen. Bis zum Jahr 2025 soll in 80 deutschen Großstädten emissionsfrei beliefert werden und zwar mit E-Transportern:


Marco Schlüter, COO der Hermes Germany

da haben wir eine Partnerschaft mit Mercedes Benz, wo wir in den nächsten Jahren rund1. 500 Elektrolieferfahrzeuge auf die Straßen bringen wollen. Das sind der E-Vito und der E-Sprinter, die wir hier einsetzen wollen.

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Daneben gibt es aber auch Versuche, die Innenstädte mit Lastenrädern zu beliefern. Die Ergebnisse sind vielversprechend, so Schlüter:


Marco Schlüter, COO der Hermes Germany

wo wir festgestellt haben, dass ein Lastenrad in der Produktivität produktiver sein kann als ein LKW, weil der in der Innenstadt viel mit Parkplatzsuche beschäftigt ist, das fällt bei Lastenrädern weg, so sind sie eine echte Alternative zum Lieferwagen. Mit dabei sindauf der transport logistic auch die Preisträger des Wettbewerbs „Nachhaltige Urbane Logistik“, den das Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Umweltbundesamt ausgeschrieben hatte. Ebenfalls unter den Preisträgern ist das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML mit einem Konzept, das die Tagesrand- und Nachtzeiten besser nutzen will, um die Innenstädte zu entlasten und zwar mit dem Logistikkonzept GeNaLog(Geräuscharme Nachtlogistik). Dazu Andreas Gade vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML:

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Andreas Gade, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

man will aus den Hauptstoßzeiten wegkommen und der Liferlkw soll nicht mit dem Individualverkehr auf der Straße sein, um den allgemeinen Verkehr zu entzerren.

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Allerdings gibt es hier noch einige Herausforderungen zu meistern, so Gade:


Andreas Gade, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

die Verfügbarkeit von elektromobilen Fahrzeugen ist noch nicht ausgeprägt. Es gibt auch keine Mustergenehmigungsverfahren, es geht aber auch darum, die Fahrer entsprechend zu schulen.

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Andreas Gade, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

wir planen ein Gütesiegel einzuführen, außerdem wollen wir Mustergenehmigungsverfahren in den Städten vorantreiben.

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Chancen und Herausforderungen von Chinas Megalogistikprojekts „Neue Seidenstraße“
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China will die antike Seidenstraße mit dem Megaprojekt „One Belt, One Road“ wiederbeleben. Das Investitionsvolumen liegt bei rund einer Billion Euro. Die "Neue Seidenstraße" wurde 2013 von Chinas Präsident Xi Jinping ins Leben gerufen; sie soll in Anlehnung an die historischen Routen zwischen Mittelmeerraum und Ostasien neue Handels-und Verkehrsnetze zwischen den Kontinenten aufbauen. China finanziert dabei ein Netz aus neuen Häfen, Eisenbahnlinien, Straßen und Industrieparks in Asien, Afrika und Europa. Peking will damit Absatzmärkte an sich binden. Kritiker warnen allerdings davor, dass finanziell verwundbare Länder in eine Schuldenfalle und wachsende chinesische Abhängigkeit geraten können. China weitet seinen Einfluss durch Investitionen in andere Länder, Kredite und neue Handelswege aus. Zudem profitieren vor allem chinesische Unternehmen von den Aufträgen. Die „Neue Seidenstraße“ wird sicherlich die Anzahl der Waren, die zwischen China und Europa transportiert werden, signifikant steigern. Gleichzeitig stellt sie aber die Unternehmen vor große Herausforderungen – insbesondere aufgrund von geografischen, kulturellen und wirtschaftlichen Unterschieden. Nach Worten von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer bietet die chinesische Initiative für Deutschland allerdings mehr Chancen als Einschränkungen:

Andreas Scheuer, Bundesverkehrsminister

wir haben als Deutsche immer die Wege genutzt, wir sind mit den Chinesen im Kontakt, es geht da schon um sehr starke nationale Interessen der Chinesen, wir nehmen aber alle Wege auf, die mehr Chancen bieten als Einschränkungen, wir werden den Prozess intensiv diskutieren, vor ein paar Tagen war der chinesische Verkehrsminister bei mir, man soll das eine tun, aber das andere nicht lassen, alle Wege führen zu den Märkten.

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Für die europäischen Häfen bedeutet die „Neue Seidenstraße“ ebenfalls den Ausbau von Handelsmöglichkeiten. Hamburg spielt bei dieser Entwicklung eine wichtige Rolle und will sich auch zukünftig noch stärker als Eisenbahnknoten für China-Verkehre positionieren. Dass die Hansestadt das Tor nach Europa für den seeseitigen Handel mit der Volksrepublik ist, ist keine Neuigkeit. Als Europas Bahnhafen Nummer eins und mit der weitreichenden China-Expertise im Rücken ist es nur konsequent, dass Hamburg auch bei der Neuen Seidenstraße eine Schlüsselrolle einnimmt. Dazu meint Ingo Egloff, Vorstand des Hafen Hamburg:


Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg

der Hafen Hamburg hat uralte Verbindungen zu China, seit dem Jahr 1850, gibt es regelmäßige Verkehre, wir verstehen uns als Teil der Seidenstraße, von Hamburg fahren wöchentlich 36 Züge nach China, wir sind längst Bestandteil dieser Politik

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Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg

ich glaube, dass sich viele Länder Dinge davon versprechen, die nicht einzuhalten sind, weil die Geschäfte wachsen nur so viel, wie es der Markt hergibt. Aber es ist eine Chance, in dem man neue Logistikwege ausprobiert, aber die Bedingungen müssen hierfür stimmen.

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Dazu gehört vor allem, so Egloff, dass Partnerschaften entlang der Seidenstraße gleichberechtigt geführt werden müssen:


Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg

weil alles andere nicht unseren Interessen entspricht. Deswegen ist es sehr deutlich, dass die Bundesregierung, aber auch die EU klargemacht hat, dass es gleiche Bedingungen geben muss, d.h. wenn China in Europa investieren will, muss es auch möglich sein, dass deutsche Unternehmen in China investieren können. Man kann sich nicht einzelne Länder herausgreifen, die Chinesen müssen die Bedingungen unter denen wir hier Politik machen, akzeptieren, dann sind sie willkommene Partner.

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Aber auch Maschinenbauer wie die KRONE GmbH sehen die Initiativen der Chinesen positiv:


Dr. Bernhard Krone, Inhaber der Maschinenfabrik Bernhard KRONE GmbH & Co. KG

das Wachstum ist in Asien, in China, das sind die Märkte der Zukunft, deshalb sollten wir uns auch in Europa darauf besinnen uns einig zu sein; die Chinesen verfolgen damit natürlich auch eigene Interessen, wir müssen das beobachten und wir sehen das als neue Chance, und der Eisenbahnverkehr, wir sind dafür kompatibel mit unseren Produkten, wir haben damit kein Problem, wir sind der Meinung, dass es preislich und zeitlich passt, auf die Dauer setzt sich das durch, was das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat.

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Ein Unternehmen aus China, das Kooperationspartner entlang der „Neuen Seidenstraße“ sucht ist Yuxinou aus Chongqing. Es wurde im Jahr 2012 als Jointventure von fünf Gesellschaften aus vier Ländern gegründet, um den Bahnverkehr zwischen Asien und Europa zu verbinden. Mit dabei ist auch die Deutsche Bahn. Dazu Dan Qi, General Manager Senior Economist von Yuxinou:


Dan Qi, General Manager Senior Economist des Unternehmens Yuxinou

die Stadt Chongqing möchte sich weiterentwickeln und große internationale Firmen dort etablieren, diese haben einen großen Anspruch an die Logistik. Wir brauchen Kooperationspartner. Bis nach Deutschland durchqueren wir 6 Länder, mindestens in diesen Ländern müssen wir Kooperationspartner suchen und dann sehr eng zusammenarbeiten.

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Nach Worten von Qi bietet die transport logistic dazu in München sehr gute Chancen:


Dan Qi, General Manager Senior Economist des Unternehmens Yuxinou

die transport logistic ist eine internationale Logistikmesse, hier versammelt sich die Elite der Branche. Ich würde diese Messe als Treffpunkt für Helden der Branche bezeichnen. Innerhalb weniger Tage können wir hier neue und alte Kontakte pflegen, das ist hocheffizient und der Erfolg ist auch sehr groß.

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Mehr Verkehr auf den Straßen, aber zu wenig Fahrer - Fachkräftemangel in der Branche
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Laut den Zahlen von Eurostat ist der Straßengüterverkehr innerhalb der EU mit einem Anteil von über 75 Prozent der mit Abstand wichtigste Verkehrsträger. Deutschland liegt mit 71,8 Prozent fast auf gleicher Höhe. Allerdings sind derzeit in Deutschland über 20 Prozent aller Stellen unbesetzt. Ein Grund ist vor allem der ständig wachsende Online-Handel und die damit verbundene steigende Zahl von Warentransporten. Nach Angaben von Prof. Dr. Dirk Engelhardt, dem BGL-Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. fehlen in Deutschland zwischen 30.000 und 60.000 Berufskraftfahrer – eine alarmierende Zahl:

Prof. Dr. Dirk Engelhardt, dem BGL-Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.

die Situation ist dramatisch, es fehlen zwischen 30. und 60.000 Fahrer, Tendenz steigend. Jedes Jahr gehen rund 30.000 in den Ruhestand, etwa 15.000 kommen nach, das Delta steigt also stetig.

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Um wieder mehr junge Menschen für den Beruf des Kraftfahrers zu begeistern, muss ein Bündel an Maßnahmen ergriffen werden, so Engelhardt:


Prof. Dr. Dirk Engelhardt, dem BGL-Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.

zum einen muss das Image aufgebessert werden, wir brauchen größere Fahrerhäuser, wir brauchen größere Parkplätze und Möglichkeiten, dass die Fahrer abends zu den Ruhezeiten autark sind. Wir brauchen flexiblere Lenk- und Ruhezeiten, so dass die Fahrer nach Hause zu ihren Familien können. Wir brauchen mehr Frauen in dem Berufsbild. Nur wenn wir hier alle Register ziehen, können wir den drohenden Versorgungskollaps abwenden.

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Gerade was das Image des Berufes angeht, hat der BGL bereits zahlreiche Maßnahmen in die Wege geleitet, um dem Fahrermangel zu begegnen:


Prof. Dr. Dirk Engelhardt, dem BGL-Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.

unser Verband hat einen neuen Verein mit der Industrie, mit Unternehmen gegründet, wo wir an dem Image arbeiten werden mit Fernsehspots, Twitter, Youtube, wir haben eine Frauenbotschafterin, um für das Berufsbild zu werben.

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Dass der Fahrermangel bereits massive Auswirkungen auf Unternehmen hat, bestätigt auch Dr. Bernhard Krone, Inhaber der gleichnamigen Maschinenfabrik:


Dr. Bernhard Krone, Inhaber der Maschinenfabrik Bernhard KRONE GmbH & Co. KG

wir haben inzwischen in allen Ländern den Fahrermangel, das macht uns Sorgen, weil wir zunehmend Kunden haben, die zu uns kommen und sagen, wir würden gerne noch zehn Auflieger kaufen, aber wir hätten dazu auch gerne zehn Fahrer. Wenn ich in die Slowakei oder nach Rumänien komme und mit unseren Kunden spreche und feststelle, dass da doch viele Zugmaschinen auf dem Hof stehen, dann sagen die, ja, das brauchen sie gar nicht zu sagen, wir haben keine Fahrer.

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Um dem Fahrermangel entgegenzutreten, müsse nicht nur am Image des Kraftfahrers gearbeitet werden, sondern vor allem müsse der gesamte Güterverkehr wieder besser bezahlt werden, so Krone:


Dr. Bernhard Krone, Inhaber der Maschinenfabrik Bernhard KRONE GmbH & Co. KG

für mich ist das oberste Gebot, wir müssen anfangen, den Güterverkehr angemessen zu bezahlen, die Bahn verdient kein Geld am Güterverkehr, viele Transportunternehmen tun sich schwer anständige Ergebnisse zu erzielen, aber mit dem reinen Transport sind sie nicht entsprechend aufgestellt. Wir müssen den Transport wieder schätzen, keiner will ihn, also den LKW vor einem auf der Autobahn.

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Transportkosten müssten bereits bei der Planung von Produkten miteinkalkuliert werden, so Krone:


Dr. Bernhard Krone, Inhaber der Maschinenfabrik Bernhard KRONE GmbH & Co. KG

wenn man ein Produkt baut oder anbaut, muss man wissen, zu welchem Preis man es verkaufen kann. Das ist in großflächigen Ländern wie Amerika, Russland oder China anders, da muss der junge Ingenieur wissen, dass das in einen 41-Fuß-Container passen muss, sonst kann man es nicht verkaufen. Jeder Kaufmann lernt in der Schule, dass in die Kalkulation noch die Transportkosten hineingehören, das wird bei uns vergessen, dann kommen die Erbsenzähler, d.h. wir müssen den Transport in den Fokus stellen.

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Auch die Diskussionen um das autonome Fahren hat das Anwerben von Nachwuchs zusätzlich erschwert. Viele junge Menschen denken, dass in einigen Jahren LKW-Fahrer dank der Autopiloten überflüssig werden könnten und räumen diesem Berufsbild daher kaum Zukunftschancen ein. Experten setzen dem allerdings entgegen, dass der LKW-Fahrer auf lange Sicht hin nicht zu ersetzen sein wird; die Digitalisierung verlange andere Aufgaben von ihm. Langfristig gesehen verändere sich das Berufsbild von LKW-Fahrern massiv, aus ihnen werden vielmehr Transport-Manager. Das sprach auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf der transport logistic an:


Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer

der LKW-Fahrer wird nicht mehr der sein, wie in den 60er Jahren, das sind Hochleistungsmaschinen, die autonome Formate beinhalten, das muss schon fast ein Techniker sein, da haben wir große Herausforderungen.

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Entsprechend werde auch sein Ministerium, wie er auf der transport logistic erklärte, alles daran setzen, dem Fahrermangel mit entsprechenden Maßnahmen entgegenzuwirken.


Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer äußert sich auf transport logistic zum Thema Einführung von Abbiegeassistenten für LKW
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Im Jahr 2018 starben in Deutschland 34 Fahrradfahrer im Straßenverkehr durch rechts abbiegende Lkw. Diese Zahl ermittelte der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) auf Grundlage von Polizeiberichten. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer verdoppelt das Förderprogramm für Lkw-Abbiegeassistenten, um Unfälle beim Abbiegen von Lastwagen zu verhindern. Das Ressort stellt weitere fünf Millionen Euro bereit. Wenn meist erhöht sitzende Lkw-Fahrer Radler oder Fußgänger im toten Winkel übersehen, die sich neben ihrem Fahrzeug befinden, kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Abbiegeassistenten können Warnsignale aussenden oder automatisch bremsen:

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer

das Europarechtliche ist, dass wir erst 2022 und 24 die verpflichtende Einführung haben werden; ich bin damit nicht zufrieden, die Kommissarin redet von Digitalisierung und autonomen LKW, und dann schafft man es nicht, diese Assistenten einzuführen, ich kann es nicht verstehen, es sollte selbstverständlich sein. Ich werde mich erneut dafür stark machen.

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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer

ich habe meine LKW der Verwaltung umrüsten lassen und bei den Neubestellungen ist er eh dabei, dass muss auch mit medialer Unterstützung selbstverständlich sein.

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Der Minister hatte sich auf EU-Ebene mehrfach für eine verpflichtende Einführung der Systeme für neue Fahrzeuge und Fahrzeugtypen bereits ab 2020 und damit zwei Jahre früher als geplant stark gemacht. Grünen-Politiker kritisierten Scheuer allerdings und sprachen von einem Tropfen auf den heißen Stein. Auch fordern sie, dass Städte selbst festlegen sollten, dass Lkw nur noch mit Abbiegeassistent in Innenstadtbereiche fahren dürften.


Internationaler Hotspot der Logistikbranche - Aktuelle O-Töne im Vorfeld zur transport logistic 2019
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In München findet vom 4. bis 7. Juni 2019 die weltweit größte Logistikmesse statt, die transport logistic. Alle wichtigen Marktspieler sind vor Ort und diskutieren unter anderem die Chancen Europas vor dem Hintergrund der Seidenstraße-Initiative Chinas, den Fachkräftemangel, Wege zu einer klugen City-Logistik und die speziellen Logistiktrends auf Straße und Schiene, zu Wasser und in der Luft. In diesem Jahr zeigen rund 2.360 Ausstellern aus 64 Ländern Innovationen und Neuheiten aus der Welt der Logistikbranche. Zehn Messehallen sowie das Freigelände sind in diesem Jahr belegt. Der Anteil an internationalen Ausstellern liegt in diesem Jahr insgesamt bei 56 Prozent, das unterstreicht die international herausragende Rolle der Messe:

Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München

wir werden eine Rekord transport logistic in diesem Jahr haben. Die Zahl der Aussteller ist auf 2.360 gestiegen, das ist ein Zuwachs von neun Prozent. Wir haben eine weitere Halle eröffnet und freuen uns darüber sehr. Das Konferenzprogramm umfasst alle interessanten Themen: die Digitalisierung, Citylogistik, den Fachkräftemangel, den Fahrermangel und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur veröffentlicht auf der Messe ihren Masterplan für die Schiene, was uns sehr freut.

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Auf der transport logistic geht es um alle Logistikbereiche der Branche – auf der Straße, der Schiene, zu Wasser und in der Luft:


Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München

die transport logistic bildet die gesamte Wertschöpfungskette der Transport-Logistikindustrie ab, zu Luft, zu Land und zu Wasser und zeigt sämtliche Innovationen, die da zu sehen sind. Also grundsätzlich sind alle vier Verkehrsträger weitgehend gleichmäßig verteilt. Im Bereich Air Cargo haben wir jedoch gerade einen kleinen Zuwachs. Ansonsten ist es so, dass „Straße“ natürlich als wichtigster Verkehrsträger auch entsprechend abgebildet ist.

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Zu den Top-Themen auf dem Branchentreff gehören unter anderem die City-Logistik der Zukunft oder auch die Herausforderungen und Chancen von Chinas Mega-Projekt „Neue Seidenstraße“:


Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München

als Spiegel vom Markt greifen wir die Themen auf, die die Branche besonders interessieren. Selbstverständlich sind das die Themen Digitalisierung und Seidenstraße, wir haben die Zahl der Aussteller aus China mehr als verdoppelt, auch weil die chinesischen Firmen hier auch verstärkt Kunden suchen.

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Die Stimmung in der Branche im Vorfeld der Messe ist gut, so Rummel:


Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München

die Stimmung ist gut, trotz der zahlreichen Herausforderungen, der Optimismus ist ungebrochen, aber die Unternehmen bereiten sich vor, mit Effizienzprogramm und anderem, mit dem Wissen, dass es in ein paar Jahren auch anders werden kann.

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Das zeigt auch eine Umfrage der Messe, die im Vorfeld der transport logistic vom Meinungsforschungsinstitut IfaD durchgeführt wurde. Befragt wurden rund 2.680 bisherige Messeteilnehmer in leitender Stellung:


Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München

zunächst einmal sind sie alle positiv gestimmt. 42 Prozent haben gesagt, dass sie nach wie vor optimistisch in die Zukunft schauen. Allerdings haben 60 Prozent der befragten Unternehmen auch gesagt, dass sie sich mit Effizienzprogrammen und anderem auf mögliche Krisen vorbereiten.

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