productronica 2021

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Das Team vom Messeradio ist auch diesmal wieder auf der productronica 2021 für Sie unterwegs, um die unterschiedlichsten Themen redaktionell zu bearbeiten. Wir bieten Ihnen alle Audiomaterialien, die Sie zur Produktion Ihres Beitrags brauchen. Hier im Downloadbereich stellen wir Ihnen kostenfrei unser Tonmaterial in Sendequalität (MP3) zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie uns über den Einsatz informieren.

Nachfolgend finden Sie Manuskripte und 12 O-Töne zum Download
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Auf der productronica gibt es in diesem Jahr auch zahlreiche Vorträge und Diskussionsforen, die sich mit den unterschiedlichsten Themen der Branche beschäftigen. In einer Session im Innovation Forum geht es beispielsweise um die Quantentechnologie. Die Entwicklung dieser Sparte nahm zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Anfang. Viele Erkenntnisse finden allerdings erst jetzt ihre Anwendung außerhalb der Forschung. Dr. Vanessa Müller ist promovierte Physikerin und beschäftigt sich bei der Point 8 GmbH mit genau diesem Thema.
Redaktion Messeradio: In Europa gibt es das CERN, die europäische Organisation für Kernforschung. An was wird dort genau geforscht?

Oton Dr. Vanessa Müller, Physikerin von der Point8 GmbH

sehr viel, bei der productronica geht es vor allem auch um Halbleitertechnologien, das sind Quantentechnologien der ersten Generation, in meinem Vortrag geht es vor allem um die Quantentechnologie der 2. Generation und deren Anwendungen auch für die Zukunft.

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Redaktion Messeradio: In Europa gibt es das CERN, die europäische Organisation für Kernforschung. An was wird dort genau geforscht?


Dr. Vanessa Müller, Physikerin von der Point8 GmbH

das CERN, ist das große Forschungszentrum in Genf, da gibt es zum Beispiel einen Riesenbeschleuniger, auf dem Protonen aufeinander geschossen werden, um den Urknall nachzustellen. Das CERN hat sich vor allem mit Quantentechnologien der 1. Generation beschäftigt wie z.B. Laser, Halbleiterdetektoren; hier ist es sehr gut; jetzt will das CERN aber auch bei der 2. Generation ein Big Player werden. Da fangen sie an, den Weg zu ebnen für spezielle Quantensensoren. In Deutschland sind wir hier schon etwas weiter bei den Sensorenbauern, hier geht es dann unter anderem um die Vermessung von Magnetfeldern.

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Redaktion Messeradio: Was kann man damit herausfinden?


Dr. Vanessa Müller, Physikerin von der Point8 GmbH

z. B. kann man schauen, wie Mikrochips wirklich funktionieren; normalerweise hat man gesehen, ok das funktioniert nicht, dann muss ich es wegschmeißen. Jetzt kann man es wirklich haargenau auflösen und sehen, wo sind da die kleinsten Ströme und herausfinden, wo genau sich ein Problem befindet Dann kann man viel gezielter versuchen dieses zu lösen. Das Ganze funktioniert auf sehr kleinen Skalen.

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Redaktion Messeradio: Wie weit ist man denn im Moment mit der Quantentechnologie in Deutschland?


Dr. Vanessa Müller, Physikerin von der Point8 GmbH

es gibt einige Startups, die im Kommen sind, auch in der Forschung z.B. das Fraunhofer-Institut. Wir haben auch in Stuttgart einen Quantencomputer, damit kann man Simulationen für die Medizintechnik oder die Medikamentenentwicklung durchführen oder für die Physik, damit möchte man spezielle Quantensysteme simulieren.

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Redaktion Messeradio: Was heißt das konkret?


Dr. Vanessa Müller, Physikerin von der Point8 GmbH

da geht es darum, wie z.B. Proteine gefaltet sind; man will simulieren und man will sehen, wie die Protonen, wie die Ladungen wirken und funktionieren, wie sind die nachher gefaltet; davon hängt es später ab, wie das Medikament wirkt. Das funktioniert heute durch Annahmen und Vereinfachungen auf den Computern, aber es dauert noch sehr lange, auf den Quantencomputern ist es deutlich einfacher und dauert auch nicht so lange.

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Redaktion Messeradio: Wie lange denken Sie wird es dauern, bis solche Anwendungen tatsächlich in der Industrie genutzt werden?


Dr. Vanessa Müller, Physikerin von der Point8 GmbH

wir sind noch am Anfang, Quantencomputern kann man heute schon mieten zu hohen Preisen. Das ist für die Industrie noch zu früh. Bei den Quantensensoren sind wir schon weiter. Ich glaube, es ist realistisch, dass das in den nächsten 1-2 Jahren kommen wird. Bei den Quantencomputern wird es dagegen noch etwas dauern, ich gehe da von etwa zehn Jahren aus.

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Die Unternehmen aus dem Elektronikmaschinenbau haben deutlich unter der Corona-Pandemie zu kämpfen. Das ergab die Auswertung der Geschäftsklimaumfrage VDMA Productronic sowie einer VDMA Blitzumfrage unter den Mitgliedern, die beide im September durchgeführt wurde. Dazu Dr. Sandra Engle vom VDMA, Bereich Productronic:

Dr. Sandra Engle, VDMA Productronic

die Branche spürt die Auswirkungen der Pandemie; auf der Angebotsseite sehen 98 Prozent der Befragten merkliche bis gravierende Auswirkungen. Auf der Nachfrageseite wird hingegen positiv geschrieben. 73 Prozent der Unternehmen sehen geringe Auswirkungen auf ihr Unternehmen.

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Dass die productronica 2021 unter Corona-Bedingungen durchgeführt werden kann, freut die Unternehmen, so Engle:


Dr. Sandra Engle, VDMA Productronic

die Stimmung, die wir wahrnehmen ist, dass sich die Unternehmen freuen, sich auf der productronica zu treffen, auf der anderen Seite ist man eingeschränkt aufgrund der hohen Inzidenzien.

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Sorgen bereiten den befragten Unternehmen allerdings auch die Engpässe in den Zulieferungen:


Dr. Sandra Engle, VDMA Productronic

die Beeinträchtigungen für den Maschinenbau in den Lieferketten haben von September 2020 bis September 2021 zugenommen. Betrachtet man die Entwicklung von April bis September 2021 dann ist ein Anstieg von 28 Prozent bei den Unternehmen zu sehen, die diese Beeinträchtigungen als gravierend betrachten. Hinsichtlich der aktuellen Engpässen bei den Zulieferkomponenten sehen 46 Prozent der Unternehmen gravierende Engpässe Elektrotechnik und -komponenten.

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Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf die Umsatzerwartungen:


Dr. Sandra Engle, VDMA Productronic

das ist sicherlich ein Effekt aus der Krise, dass die Umsatzerwartungen bedingt durch die Materialengpässe beeinflusst werden.

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Auch der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) präsentierte traditionell am ersten Messetag auf der productronica seine neuesten Marktzahlen. Demnach entwickeln sich die Zahlen der deutschen Elektroindustrie sehr gut im laufenden Jahr, wie Christoph Stoppok, Bereichsleiter Components, Mobility & Systems im ZVEI e.V. ausführte:


Christoph Stoppok, Bereichsleiter Components, Mobility & Systems im ZVEI e.V.

wenn man die Konjunktur anschaut von 2020 und 2021, war im letzten Jahr alles rot, in diesem Jahr sind die Monate Januar bis August deutlich im zweistelligen Bereich; die Auftragseingänge liegen bei über 20 Prozent, die Exporte bei 12 Prozent, was will man mehr.

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Nicolas Schweizer, der Vorsitzende des ZVEI-Fachverbands PCB und Electronic Systems ging in seinen Ausführungen näher auf die elektronischen Bauelemente und Baugruppen ein. Demnach gibt es im deutschen Markt für elektronische Bauelemente bis zum Jahresende eine solide Erholung von gut 14 Prozent bei einem Umsatz von rund 18,5 Milliarden Euro:


Nicolas Schweizer, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands PCB und Electronic Systems

nach unserer Prognose wird der Markt für elektronische Bauelemente eine solide Erholung von 14 Prozent aufweisen und somit auf Umsatzniveau von 18,5 Milliarden zurückkehren. Das Krisenjahr von 2020 ist 2021 überwunden worden.

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Auch bei den Baugruppen ist 2021 ein Umsatzanstieg in Deutschland von rund 18 Prozent auf 28,9 Milliarden zu verzeichnen, so die Prognose des ZVEI.
Gebremst werden diese positiven Aussichten durch die massiven Beeinträchtigungen in der Lieferkette. Aufträge können teilweise nicht bedient werden, erklärte Schweizer auf der productronica.
Für das kommende Jahr rechnet der ZVEI für die Märkte der elektronischen Bauelemente und Baugruppen mit Zuwachsraten im oberen einstelligen Bereich.