LASER PHOTONICS 2022

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Das Team vom Messeradio ist auch diesmal wieder auf der LASER PHOTONICS 2022 für Sie unterwegs, um die unterschiedlichsten Themen redaktionell zu bearbeiten. Wir bieten Ihnen alle Audiomaterialien, die Sie zur Produktion Ihres Beitrags brauchen. Hier im Downloadbereich stellen wir Ihnen kostenfrei unser Tonmaterial in Sendequalität (MP3) zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie uns über den Einsatz informieren.

Nachfolgend finden Sie Manuskripte und 13 O-Töne zum Download
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Das Fahrzeug der Zukunft fährt autonom, elektrisch und emissionsarm. Bei dieser Entwicklung spielt die Photonik eine entscheidende Rolle. Die Einsatzmöglichkeiten von Lasertechnologien beim Auto sind heute sehr vielfältig und auch nicht mehr wegzudenken: bei der Fertigung von Batterien, Brennstoffzellen, E-Motoren oder im Karosseriebau. Zahlreiche Aussteller präsentieren auf der Laser World of PHOTONICS neue Produkte und Einsatzmöglichkeiten für diese zukunftsweisenden Technologien. So zeigt das Unternehmen Trumpf neue Laserverfahren im Bereich von Brennstoffzellen, genauer gesagt geht es um sogenannte Bipolarplatten, also Kernelemente der Brennstoffzellen. Man müsse die ganze Prozesskette hier im Blick haben, so Johannes J. Buehrle. Er ist Leiter des Industrie- und Geschäftsbereichs Mobilität bei Trumpf:

Johannes J. Buehrle, Leiter des Industrie- und Geschäftsbereichs Mobilität Trumpf

erklärt, worauf es beim Lasern dieser Bipolarplatten ankommt, auf sehr lange Schweißnähte, die zudem gasdicht verschlossen werden müssen. Ziel ist die Industrialisierung möglich zu machen.

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Johannes J. Buehrle, Leiter des Industrie- und Geschäftsbereichs Mobilität Trumpf

sieht die größte Herausforderung darin, die Dichtheit herzustellen. Wenn eine Schweißnaht undicht ist, können sie den Stack wegwerfen.

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Auf der Messe zeigt Trumpf hier unter anderem seine neue Generation von Lasern:


Johannes J. Buehrle, Leiter des Industrie- und Geschäftsbereichs Mobilität Trumpf

Bei den Bipolarplatten geht es um die Strahlqualität, sehr hohe Strahlintensität auf den Punkt.

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Daneben befasst sich das Unternehmen auch mit der entsprechenden Sensortechnologie, um den Prozess genauestens zu überwachen. Dabei wird darauf geachtet., dass die Einschweißtiefe richtig ist und auch die Position stimmt. Daneben wird auch die Oberfläche der Naht auf Unebenheiten überprüft.

Auf der Laser World of PHOTONICS darf natürlich auch die Fraunhofer Gesellschaft nicht fehlen. Sie ist gleich mit mehreren Instituten auf der Messe vertreten. So stellt das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) Innovationen im Bereich der LiDAR-(Light Detectino and Ranging)- Technologie vor. Hier scannt ein Laser die Umgebung des Fahrzeugs ab. Erforderlich dafür sind Scannerspiegel, an deren Entwicklung beim IPMS unter anderem Michael Wildenhain beteiligt ist.


Michael Wildenhain

Mit den großen bekannten Lidar-Scannern auf den Fahrzeugen haben die neuen Scannerspiegel nichts mehr zu tun. Es gehe darum die Technik deutlich zu verkleinern, d.h. sie in Silizium-Halbleiter-Prosezzen herzustellen, so dass sie für den Massenmarkt tauglich sind und die Kosten deutlich reduziert werden können, so Forscher Michael Wildenhain vom IPMS. Die werden im Frontbereich des Fahrzeugs integriert. Es gebe da verschiedene Möglichkeiten, das machten dann die Systemhersteller.

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Der Fahrzeugdesigner hat durch die geringe Größe von ein paar Zentimetern natürlich viele Möglichkeiten die Technik im Fahrzeug zu integrieren.


Wirtschaftsingenieur Robert Schmid vom IPMS

erklärt, für den wen die Komponenten sind, für Industriekunden. Man brauche für das System eine geeignete Lichtquelle und um das Licht entsprechend zu lenken, brauche man eben diese Spiegel. Und das reflektierte Licht wiederum werde dann detektiert. Zudem müsse es sehr robust sein.

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Die Biophotonik-Forschung spürt mit modernsten optischen Methoden den Lebensvorgängen nach, um Krankheiten wie Krebs in ihren Ursachen zu verstehen, deren Anzeichen früher zu erkennen und neue hocheffiziente Therapiemethoden zu entwickeln. Mit dem Einsatz von Lasern in der Medizintechnik werden Krankheitsbestimmungen genauer und Therapien zuverlässiger. Ein großes Anwendungsfeld ist auch jetzt in jüngster Vergangenheit die Pandemie-Bekämpfung. Vieles, was die medizinische Forschung bisher über das Virus herausgefunden hat, ist dem Werkzeug Licht zu verdanken. Das bezieht sich beispielsweise auf die Sequenzierung des SARS-CoV-2-Genoms oder die Entwicklung der Impfstoffe. Auch bei der Entwicklung der Testverfahren spielt die Photonik eine entscheidende Rolle. So bietet Hamamatsu Electronics mit Sitz in Japan das nötige Know-How an optoelektronischen Komponenten und Systemen für die Durchführung dieser PCR-Tests:

Philip Waldner Leiter des Vertriebsteams

für Deutschland für medizinische Produkte von Hamamatsu Electronics über die verschiedenen optoelektronischen Sensoren der Firmen. Diese sorgten für die Zuverlässigkeit von den Herzstücken der Geräte, die die PCR-Tests auslesen, dem Lichtdetektor.

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Daneben unterstützen unter anderem die optischen Filter von HF-Analysetechnik Forscher in der Biologie und in der Medizin bei der Real Time Quantitative PCR mit Hilfe von Fluoreszenzmessungen. So können Viruskerkrankungen besser verstanden und bekämpft werden. Der zuständige Verkaufsleiter für die optischen Filter bei HF-Analysetechnik ist Michael Sommerauer:


Michael Sommerauer

Bei den Filtern für PCR-Tests kommt es darauf an, dass sie sehr gut gegeneinander geblockt sind, d.h. die Anregung muss von der Emission sehr sauber getrennt werden, so der zuständige Verkaufsleiter für die optischen Filter bei HF-Analysetechnik Michael Sommerauer. Zudem müssten sie auch sehr steilkantig sein, damit die Farbstoffe, die in den PCR-Tests verwendet werden, eben relativ detektiert werden können.

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Die Filter von HF-Analysetechnik gehen in die Industrie an die verschiedenen Gerätehersteller, und zwar in verschiedenen Farben:


Michael Sommerauer

Das sei kein durchgefärbtes Glas, sondern Beschichtungen, erklärt der zuständige Verkaufsleiter für die optischen Filter bei HF-Analysetechnik Michael Sommerauer. Die seien auf die Farbstoffe der Tests abgestimmt. Man könne dabei auch mehrere Farbstoffe gleichzeitig verwenden, die bekomme man mit den Filtern auch sauber getrennt.

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Zum Bereich der sogenannten Biophotonik gehören daneben ultrahochauflösende Bildgebung, immer präzisere Spektroskopiegeräte und -verfahren und verbesserte Lasertechnologien für Operationen. Auch in der Entwicklung neuer Arzneien lassen optische Verfahren schneller Aussagen darüber zu, ob diese wirken oder nicht. Die optischen Verfahren ermöglichen darüber hinaus raschere Diagnosen – etwa, um im Kampf gegen multiresistente Keime rettende Zeit zu gewinnen.


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Auf der diesjährigen LASER World of PHOTONICS haben Quantentechnologien eine eigene neue Messeplattform bekommen, die World of QUANTUM. Das unterstreicht die Bedeutung. Unter Quantentechnologien versteht man bestimmte Anwendungen, die gezielt die sogenannten Quanteneffekte ausnutzen. Damit ist es beispielsweise möglich, Quantencomputer herzustellen. Solche Computer führen Rechenoperationen durch, die heutige Computer nicht bewältigen können. Wenn ein herkömmlicher Computer, wie wir ihn heute kennen, in einem Labyrinth den schnellsten Weg finden soll, muss er dafür jeden einzelnen Weg einmal gehen. Quantencomputer können dagegen aber alle Wege gleichzeitig gehen und so viel schneller zum Ergebnis kommen. Bei der World of QUANTUM mit dabei ist Munich Quantum Valley. Die Koordination hat Andrea Lenz übernommen:

Andrea Lenz

Koordinatorin des Munich Quantum Valley erklärt, was das Valley ist und wer alles mitmacht.

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Das Munich Quantum Valley wurde formal Anfang des Jahres gegründet. Ziel ist gemeinsam mit Hilfe staatlicher Förderung Quantencomputer zu entwickeln, zu bauen und für wissenschaftliche Anwendungen verfügbar zu machen. Der Freistaat unterstützt den Verein aus der Hightech Agenda Bayern mit 300 Millionen Euro, daneben haben die Münchner Wissenschaftseinrichtungen bereits Bundesmittel in Höhe von mehr als 80 Millionen Euro eingeworben. Das Valley konzentriert sich auf die drei derzeit aussichtsreichsten Quantencomputing-Technologien auf Basis von supraleitenden Qubits, Ionen bzw. Atomen.


Andrea Lenz

Bei der Entwicklung von Quantencomputern ist man noch in dem Stadium, dass man noch weiß, welche Technik sich durchsetzt, wie Koordinatorin des Munich Quantum Valley Andrea Lenz weiter ausführt.

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Einsetzbar wären Quantencomputer in vielen Bereichen wie zum Beispiel in der Logistik, in der Pharmaindustrie oder im Finanzsektor. Die World of QUANTUM soll dieser dynamischen Branche eine neue Plattform bieten, auf der Forschung und Wirtschaft ihre Aktivitäten vernetzen können. Aussteller auf der World of QUANTUM sind Unternehmen sowie Verbände und Forschungsinstitute. Dazu gehört unter anderem IBM, das auf die Messe einen eigenen ersten Quantencomputer mitbringen wird.


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Das Fahrzeug der Zukunft fährt autonom, digital und elektrisch. Bei dieser Entwicklung spielt die Photonik eine entscheidende Rolle. Die Einsatzmöglichkeiten von Lasertechnologien beim Auto sind heute sehr vielfältig und auch nicht mehr wegzudenken. Dr. Alexander Olowinsky, Chairman, Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT geht sogar noch einen Schritt weiter. Auf der LASER World of PHOTONICS führte er aus, dass Elektromobilität ohne Laser gar nicht denkbar ist.

Dr. Alexander Olowinsky, Chairman, Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

erklärt, dass der Laser das perfekte Werkzeug ist für die Herstellung elektrischer Kontakte.

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Dabei macht Olowinsky aber auch klar, den einen Laser gibt es nicht. Man müsse halt den passende Laser für die bestimmten Anwendungen finden.


Dr. Alexander Olowinsky, Chairman, Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

führt aus, welche Laser vor allem bei der Elektromobilität verwendet werden.

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Zahlreiche Aussteller präsentieren auf der Laser World of PHOTONICS hier ihre neuesten Produkte und Einsatzmöglichkeiten. Die Messe ist die weltweit führende Plattform der Laser- und Photonik- Industrie, die seit 1973 alle zwei Jahre stattfindet.


Dr. Alexander Olowinsky, Chairman, Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

ist von der Veranstaltung angetan.

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