INTERFORST 2018

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Unser Hörfunk-Service zur INTERFORST 2018

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Das Team vom Messeradio ist auch diesmal wieder auf der INTERFORST 2018 für Sie unterwegs, um die unterschiedlichsten Themen redaktionell zu bearbeiten. Wir bieten Ihnen alle Audiomaterialien, die Sie zur Produktion Ihres Beitrags brauchen. Hier im Downloadbereich stellen wir Ihnen kostenfrei unser Tonmaterial in Sendequalität (MP3) zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie uns über den Einsatz informieren.

Wenn Sie persönlich und direkt auf der Messe produzieren möchten, können Sie unser Hörfunkstudio im Pressezentrum West nutzen. In diesem, mit modernster Digitaltechnik ausgestatteten Studio, können Sie Ihre Beiträge bearbeiten, überspielen oder gleich live aus dem Studio senden.
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Nachfolgend finden Sie Manuskripte und 32 O-Töne zum Download
Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber: Eröffnung der INTERFORST 2018
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Die bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber hat heute auf dem Münchner Messegelände die INTERFORST eröffnet. Bis zum 22. Juli präsentiert sich dort die deutsche und internationale Forst- und Holzwirtschaft in ihrer gesamten Bandbreite.

Die bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber

meint, dass man grundsätzlich sagen kann, dass der Wald in Bayern in einem sehr guten ökologischen Zustand ist. Sie verweist darauf, dass es mehr Laubhölzer und Totholz in den Wäldern gibt. Gleichzeitig sieht sie aber auch Herausforderungen, unter anderem durch den Klimawandel, Hitze und Trockenheit. Das sei ein guter Nährboden für Schädlinge, wie zum Beispiel den Borkenkäfer.

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Um den Wald besser vor dem Klimawandel zu schützen, setzt die Ministerin unter anderem auf den Mischwald, der ihren Worten nach in Bayern zusehends aufgebaut wird. Mit dabei sind zahlreiche private Waldbesitzer. Kaniber streicht deren Bedeutung für den Forst heraus:


Die bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber

erklärt, dass 56 Prozent des Forstes in privater Hand sind. Die Betriebe werden von der Staatsregierung unterstützt durch kostenfreie Beratung und Fortbildungen. Wenn es zu Schäden komme, versuche man, auch finanzielle Unterstützung zu geben.

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Um die Bedeutung zu unterstreichen, wird der bayerische Ministerpräsident Markus Söder heute Abend auf der INTERFORST den „Waldpakt“ unterzeichnen. Dieser ist eine Erklärung zur Stärkung der Bayerischen Forstwirtschaft und des ländlichen Raumes. Die Forstwirtschaft ist eine wichtige Branche im Freistaat.


Die bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber

unterstreicht die Bedeutung der Branche mit ihren 200.000 Beschäftigten in Bayern und mit einem Umsatz von 37 Milliarden Euro. Damit ist sie die der fünftgrößte Wirtschaftszweig.

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Dass der Waldpakt auf der INTERFORST unterzeichnet wird, ist eigentlich nicht groß verwunderlich. Die alle vier Jahre stattfindende Leitmesse sei für Bayern ein wertvoller Impulsgeber, so Kaniber. Dass die INTERFORST zudem Besucher aus der ganzen Welt nach München locke, bestätige ihren Stellenwert als Branchenprimus, fügt sie hinzu.


Die bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber

freut sich über den Weltglanz, den die INTERFORST verbreitet. Es freue sie zu sehen, wie viel Innovation und Tatkraft in den eigenen Unternehmen steckt.

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In diesem Jahr nehmen 453 Aussteller an der Messe teil, 160 davon aus dem Ausland. Erwartet werden mehr als 50.000 Besucher aus mehr als 70 Ländern.


Bayerischer Ministerpräsident Markus Söder unterzeichnet Waldpakt
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Im Bierzelt auf dem Münchner Messegelände haben die bayerischen Waldbesitzer das 100-jährige Jubiläum ihres Verbandes gefeiert. Der Rahmen passte perfekt. Auf dem Messegelände findet gerade die INTERFORST 2018 statt. Dort präsentiert sich noch bis zum 22. Juli die deutsche und internationale Forst- und Holzwirtschaft in ihrer gesamten Bandbreite. Im Rahmen der Feier wurde auch der Waldpakt fortgeschrieben. Dieser Pakt ist eine „Erklärung zur Stärkung der Bayerischen Forstwirtschaft und des ländlichen Raumes - Zukunft für Bayerns Wälder „. Allen voran unterschrieb der bayerische Ministerpräsident Markus Söder die Vereinbarung:

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder

begründet, warum der Waldpakt fortgeschrieben wurde; weil wir uns zum Eigentum bekennen, weil wir Anreize setzen wollen statt Verbote und weil wir glauben, dass sie wirklich gute Naturschützer sind, deshalb schreiben wir den Waldpakt fort. Wir treiben den Waldumbau voran. Wir werden auch die 54 Berater über 2019 hinaus behalten.

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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder

verspricht eine Verdoppelung der Fördersumme auf zehn Millionen Euro; Wir wollen ihre Arbeit damit unterstützen. Wir möchten hier in Bayern zusammenhalten. Bei uns gehen die Uhren anders, das stimmt, bei uns gehen sie richtig, wie Franz Josef Strauß einmal gesagt hat.

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Unterzeichnet wurde der Pakt auch von der bayerischen Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber. Sie erinnerte daran, dass der Pakt bereits einige Vorbilder hat und zwar in den Jahren 2004, 2011 und 2013:


Die bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber

Bayern wäre nicht Bayern, wenn Bayern nicht auch noch ein Stück weit besser sein wollte. Wir setzen mit diesem Pakt weitere Akzente.

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Die Besitzer von Privatwald aller Größenklassen, Vertreter von dem Kommunalwald der Städte und von den Bayerischen Staatsforsten haben gemeinsame Grundsätze für die Forstwirtschaft in Bayern entwickelt. Man bekenne sich zum Bayerischen Weg, der Weiterentwicklung einer multifunktionalen Forstwirtschaft auf der gesamten Fläche sowie zur Artenvielfalt im Wald bei gleichzeitiger nachhaltiger Bewirtschaftung, heißt es in einer Erklärung des Bayerischen Waldbesitzerverbandes. Deren Präsident Josef Ziegler gehörte natürlich auch zu den Unterzeichnern des Paktes:


Der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes Josef Ziegler

hält den Waldpakt für ein ganz wichtiges Papier, da es eine Vereinbarung ist zwischen den Waldbesitzern und der Gesellschaft vertreten durch die Politik. Denn die Waldbesitzer sind großen Herausforderungen ausgesetzt. Wir haben einen Klimawandel, die Auswirkungen kommen bei den Waldbesitzern schon voll an. Nach dem Verursacherprinzip ist es nur fair, wenn sich an den Folgekosten auch die Gesellschaft beteiligt.

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Doch der Klimawandel ist nur eine Herausforderung der Wald- und Forstwirtschaft. Hinzu kommt der demographische Wandel. Insgesamt gibt es in Bayern 700.000 Waldbesitzer:


Der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes Josef Ziegler

erklärt, dass es eine immer größer werdende Gruppe an Waldbesitzern gibt, die Beratung brauchen, damit sie die nachhaltige Forstwirtschaft auf der Fläche fortführen können.

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Zum Waldpakt zählt auch eine Fortbildungs- und Forschungsoffensive. Mit deren Ergebnissen will die Staatsregierung im Rahmen der Waldumbauoffensive 2030 die bayerischen Wälder fit für die Klimaveränderungen machen. Die Unterzeichner sprechen sich zudem dafür aus, Holz aus Bayerns Wäldern zu nutzen. Dieses Holz hat nicht nur kurzen Transportwege, es kann auch vielfältig verwendet werden, als Roh- und Baustoff, Energieträger oder Grundstoff der Bioökonomie.

Zu den weiteren Unterzeichnern des Paktes gehörten der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, Herr Walter Heidl, Bürgermeister Josef Mend aus Iphofen für den Bayerischen Städtetag und den Bayerischen Gemeindetag sowie Albrecht Fürst zu Oettingen-Spielberg als Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst in Bayern.


Stellvertretender Geschäftsführer der Messe München, Dr. Reinhard Pfeiffer: Aktuelle O-Töne zum Start der INTERFORST 2018
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Vom 18. bis 22. Juli 2018 findet auf dem Münchner Messegelände die INTERFORST statt, auf der sich die deutsche und internationale Forst- und Holzwirtschaft in ihrer gesamten Bandbreite präsentiert. In diesem Jahr werden rund 450 Aussteller aus 25 Ländern erwartet. Die INTERFORST findet alle vier Jahre statt. Dazu der stellvertretende Geschäftsführer der Messe München, Dr. Reinhard Pfeiffer:

Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München GmbH

die INTERFORST gibt einen umfassenden Überblick über alle aktuelle Technologien und Dienstleistungen für die Forst- und Holzwirtschaft. Das Themenspektrum reicht von Walderneuerung und -pflege über Holzernte, -bearbeitung und -energie bis hin zu Transportfahrzeugen, Arbeitsschutz und Informationstechnologie im Forst. Gezeigt werden u.a. entsprechende Maschinen von ganz klein bis ganz groß. Die Ausstellerbeteiligung ist erfreulich. Es werden rund 450 Aussteller aus etwa 25 Ländern teilnehmen. Die Aussteller kommen aus ganz Europa, aber auch aus Asien, Nord- und Südamerika. Der internationale Anteil liegt bei immerhin 35 Prozent. Das unterstreicht auch, dass die INTERFORST den Namen internationale Leitmesse zu Recht verdient. Wir rechnen mit 50.000 Besuchern aus vielen Ländern. Unser wichtigstes Besucherland ist Österreich, da haben wir auch einen besonderen Österreich-Tag, um die besondere Verbindung zwischen Bayern, Deutschland und Österreich herauszustreichen.

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Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München GmbH

die INTERFORST ist eine Fachmesse, sie richtet sich primär an ein Fachpublikum. Darüber hinaus geht das Thema Wald uns alle an, als Naherholungsgebiet, in Bezug auf Klima z.B.. Wie groß der Kreis der Adressaten ist zeigt alleine, dass es in Bayern über 70.000 private Waldbesitzer gibt.

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Und die können sich auf der INTERFORST über die Neuheiten der Branche informieren:


Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München GmbH

vieles von dem, was vor vier Jahren in der Entwicklung war, ist heute in Marktreife, das gilt vor allem für den Bereich der Digitalisierung. Wir sprechen hier von digitalen Zwillingen, es ist interessant zu sehen, wie man über digitale Zwillinge sehen kann, wie ein Wald über die Jahre weiterwächst. Oder man kann auch Neuheiten sehen wie z.B einen achtfach bereiften Harvester. Das ist eine große Holzerntemaschine die enorm viel wiegt, und da ist die Frage, wie ich das Gewicht auf die Reifen verteile, dadurch wird der Druck auf den Boden dann auch geringer.

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Zur diesjährigen INTERFORST hat sich aber auch politische Prominenz angesagt:


Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München GmbH

Michaela Kaniber, die neue bayerische Forstministerin, wird die INTERFORST eröffnen, anschließend einen Messerundgang machen und in Halle B6 auf der Grünen Couch Platz nehmen. Allerdings wird Frau Kaniber die Messe öfters besuchen. Am Donnerstag wird sie 2.200 Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten begrüßen. Die BaySF machen einen Betriebsausflug zur INTERFORST. Michaela Kaniber ist Aufsichtsratsvorsitzende der BaySF. Und auch Ministerpräsident Markus Söder wird dann am Abend zur 100 Jahr Feier des Bayerischen Waldbesitzerverbandes auf der INTERFORST erwartet. Er wird eine Rede im Festzelt auf dem Freigelände halten.

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Daneben zeichnet sich die INTERFORST 2018 durch ein umfangreiches Rahmenprogramm aus:


Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München GmbH

wir haben viele Sonderschauen, den Kongress, die Foren, diese beschäftigen sich mit praktischen Dingen wie Arbeits- oder Gesundheitsschutz, die Sonderschauen zeigen die gesamte Prozesskette vom Setzling zum Kantholz. Beim Kongress geht es um Themen wie Klimawandel und die Auswirkungen auf den Wald oder um das Thema Digitalisierung im Besonderen.

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Aber auch Action ist auf dem Messegelände angesagt:


Reinhard Pfeiffer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München GmbH

es rührt sich etwas, es finden die bayerischen Waldmeisterschaften statt mit 100 Teilnehmern aus ganz Europa. Teilnehmen werden Nationalmannschaften aus vielen Ländern in den Disziplinen wie Präzisionsschnitt. Es gibt aber auch Showvorführungen von Stihl Timbersports, wo sich die Meister und Rekordhalter messen, wer ist der Beste zum Beispiel im Sportholzfällen.

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Philipp Freiherr zu Guttenberg: „Der Deutsche Wald ist systemrelevanter als jede Großbank“
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Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände Philipp Freiherr zu Guttenberg findet klare Worte, wenn es um den Forst und seine Bedeutung für unser Land geht. Auf der diesjährige INTERFORST in München erklärte er:

Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände Philipp Freiherr zu Guttenberg

hält den Deutschen Wald für systemrelevanter als jede Großbank. Wir beschäftigen 1,2 Millionen, der Umsatz liegt bei 180 Milliarden Euro. Es gibt 130.000 Betriebe im ländlichen Raum. Unser Cluster ist das Rückgrat des ländlichen Raumes zusammen mit der Landwirtschaft. Setzen wir hier die Säge politisch an, dann hat die ganze Gesellschaft ein Problem. Wir versuchen, die Wälder so zu erhalten, wie sie gerade sind.

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Seinen Worten nach geht es dem Wald heute so gut wie nie. In den letzten 100 Jahren sei viel passiert, sagt Philipp Freiherr zu Guttenberg, dem selbst zwei Betriebe in Deutschland und Österreich gehören, die er auch managt. Anhand einiger Fakten führt er aus, warum sich der Wald seiner Meinung nach in jüngster Zeit so positiv entwickelt hat:


Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände Philipp Freiherr zu Guttenberg

Unsere Wälder sind so alt wie noch nie, so dick wie noch nie. Es gab noch nie soviel Totholz und ökologische Habitate. Alle diese Fakten sind belegt, deshalb sage ich immer, schaut in die Bücher oder schaut in den Wald.

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Seiner Meinung nach ist dies das Ergebnis einer kulturellen Höchstleistung der Waldbesitzer und Förster. Man müsse einen Wald aktiv pflegen und bewirtschaften. Man müsse sich darum kümmern. Wald zur Wildnis verkommen zu lassen, bewirke genau das Gegenteil. Herausforderungen gibt es genug:


Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände Philipp Freiherr zu Guttenberg

Wir sind natürlich auch daran, uns den Herausforderungen zu stellen. Thema Klimawandel, dass wir hier auch aktiv umbauen müssen. Sie haben den Fichtenanteil angesprochen, ja an bestimmten Standorten muss man den reduzieren. Das sind Dinge, die wir unseren Vor-Vorvätern übernommen haben und im Wald dauert eben alles lange. Das sind Dinge, denen wir uns stellen müssen.

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Und die neuesten Innovationen werden auf der INTERFORST 2018 präsentiert, auf der Leitmesse der Wald- und Forstwirtschaft. Die Messe findet alle vier Jahre statt. Fachbesucher können sich auf rund 75.000 Quadratmetern Fläche einen umfassenden Überblick verschaffen, über aktuelle Technologien und Dienstleistungen für das Cluster Forst und Holz. Das Themenspektrum reicht von Walderneuerung und -pflege über Holzernte, -bearbeitung und -energie bis hin zu Transportfahrzeugen, Arbeitsschutz und Informationstechnologie im Forst. Gezeigt werden u.a. entsprechende Maschinen, Geräte, Anlagen und sonstige technische Hilfsmittel bis hin zu IT Lösungen.


Drohneneinsatz und effektive Datenauswertung – Forstwirtschaft 4.0
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Auch in der Forstwirtschaft nimmt das Thema Digitalisierung einen immer größer werdenden Raum ein. Daher zeigen auf der INTERFORST 2018 nicht nur zahlreiche Aussteller Innovationen in diesem Bereich, sondern auch im Kongress und in den Sonderschauen wird das Thema 4.0 zentral behandelt, zum Beispiel auf der Sonderschau “Digitale Zwillinge und Internet der Dinge – Forstwirtschaft 4.0”. Dort wird gezeigt, was Forstwirtschaft 4.0 heute schon ist und in Zukunft sein wird, unter anderem präsentiert von Hans-Ulrich Dietz. Er ist Ressortleiter für Holzlogistik und Datenmanagement im Kuratorium für Waldarbeit und Holztechnik:

Ressortleiter für Holzlogistik und Datenmanagement im Kuratorium für Waldarbeit und Holztechnik Hans-Ulrich Dietz

Wir haben den realen Baum in der Welt draußen. Die digitalen Zwillinge sind ein Abbild von Informationen, die wir von draußen bekommen.

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Bei Forstwirtschaft 4.0 geht es darum, Datenmengen des Waldes zu digitalisieren. Das soll unter anderem helfen, die Arbeit effektiver, vorhersehbarer und schneller zu machen.


Ressortleiter für Holzlogistik und Datenmanagement im Kuratorium für Waldarbeit und Holztechnik Hans-Ulrich Dietz erklärt;

weil wir über die Visualisierung Simulationen durchführen können, wenn ich einen Baum entnehme, kann ich sehen, was mit dem Nachbarbaum geschieht. Dadurch habe ich die Möglichkeit, Dinge zu optimieren.

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Durch solche Auswertungen kann der Wald letztlich besser geschützt und gepflegt werden. Auf der INTERFORST 2018 mit dabei die Ostdeutsche Gesellschaft für Forstplanung mbH. Sie zeigt eine Software für die Verwaltung von Betriebsdaten. FIP2, mit der Forstinformationssystem 2


Niederlassungsleiter bei der Ostdeutschen Gesellschaft für Forstplanung mbH Michael Wehnert

FIP ist eine Datenbank für die Waldbesitzer. Er kann damit das Ganze auch kartografisch abbilden. Dadurch hat er einen Überblick über seine Waldbestände. Er kann in einem weiteren Modul eine Risikoanalyse durchführen. Dabei kann er sehen, welche Bestände für Borkenkäfer und Stürme besonders gefährdet sind. Sogenannte Forsteinrichter sammeln dabei alle zehn Jahre die Daten oder es werden Stichproben gemacht:

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Niederlassungsleiter bei der Ostdeutschen Gesellschaft für Forstplanung mbH Michael Wehnert

FIP erklärt, wo die Daten herkommen.

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Das Unternehmen Quantum-Systems stellt auf der INTERFORST senkrecht startende Drohnen für die Waldwirtschaft vor. Diese Fluggeräte können 60 Minuten in der Luft bleiben und den Waldbesitzern einen guten Überblick verschaffen.


Stefan Wurmser Business Development Quantum-Systems

wir haben mehrere Anwendungsfälle identifiziert. Man kann Waldschäden und Waldbrände erfassen. Mit einer Multispektralkamera kann man absterbende Bäume erkennen. Der vierte Fall wäre eine Forstinventur. Der fünfte Fall wäre die Überwachung von Plantagen. Das macht ein Kunde von uns bereits in Indonesien und Malaysia.

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Quantam Systems verkauft die Drohnen direkt an Waldbesitzer oder an Partner, die dann die Drohnen mit einem Team vermieten.


Porträt des Sportholzfällers Dirk Braun
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Auf der INTERFORST wird jede Menge Action geboten. So gibt es täglich Shows der Stihl Timbersports Series. Sportholzfäller wie Dirk Braun zeigen dort ihr Können. Braun ist Vollprofi. Der früherer Bodybuilder ist mehrfacher Deutscher Meister bei der Timbersports Series:

Sportholzfäller Dirk Braun

freut sich, auf der INTERFORST dabei zu sein und seinen Sport vorzustellen.

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Bei diesem Sport geht es um Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Geschicklichkeit. Dementsprechend körperlich und geistig fit müssen die Sportler sein; sie brauchen zudem das perfekte Werkzeug. Auch Braun feilt ständig an seiner Ausrüstung. Er hat hier die Gelegenheit genutzt, sich mit einem anderem Profisportler auszutauschen, mit dem Rodel-Weltmeister Georg Hackl:


Sportholzfäller Dirk Braun

arbeitet an der Bob- und Rodelbahn in Winterberg. Dort hat er Georg Hackl getroffen. Er habe ihm erzählt, dass im Rodelsport je nach Eislage unterschiedliche Kufen und Schliffe eingesetzt würden und genauso sei es auch bei ihnen, bei unterschiedlichem Holz werde eben auch eine unterschiedliche Axt genutzt.

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Auf sechs verschiedene Arten müssen die Sportler hier das Holz bearbeiten; dreimal mit der Axt, dreimal mit der Säge, unter anderem mit getunten Motorsägen. Schnelligkeit zählt. Spitzensportler Braun erklärt die Wettkämpfe mit der Axt.


Sportholzfäller Dirk Braun

wir simulieren, wie man einen stehenden Baum fällt, dann wie der Baum liegend zerteilt wird, früher hatte man keine starken Traktoren, um den Baum aus dem Wald abzutransportieren. Deswegen musste der Baum zerteilt werden, stehend auf dem Stamm. Und dann klettern wir noch mit Hilfe von zwei Brettern in die Höhe und fällen von dort oben aus – in zwei Meter Höhe - den Baum. Das hat man früher gemacht, um im unebenen Gelände gerade zu stehen.

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Bei den Säge-Wettbewerben geht es darum, möglichst gleichmäßige Scheiben aus einem Stamm zu schneiden. Braun hat viel Erfahrung. Der 48-jährige ist Forstwirt. Bereits sein Vater und sein Großvater waren Waldarbeiter:


Sportholzfäller Dirk Braun

erzählt, wie bereits sein Großvater schon mit solchen Werkzeugen gearbeitet hat. Er konnte es in der heutigen Zeit als modernerer Forstwirt mit den Motorsägen nicht mehr nachvollziehen. Durch diesen Sport kann Braun nun nachempfinden, wie sein Großvater noch gearbeitet hat.

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Wer einmal reinschnuppern will, für den bietet sich auf der INTERFORST die Gelegenheit. Besucher können auf der Bühne bei den Shows die Säge ausprobieren. Viele werden dabei wohl feststellen, dass es gar nicht so einfach ist.


Motorsägenkurse für Frauen – Tipps für private Waldbesitzer
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Den Deutschen ist ihr Wald heilig. Doch was passiert, wenn man selbst unerwartet ein Waldstück erbt? Dr. Eva Tendler, Projektleiterin der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern, erklärt die wichtigsten Schritte.

Dr. Eva Tendler

Wenn Sie Wald geerbt haben, ist der erste Schritt zum Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

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In den vergangenen Jahren hat sich das Bild des typischen Waldbesitzers stark gewandelt, eine allumfassende Charakterisierung gibt es nicht mehr. Zeit, mit einigen Klischees aufzuräumen:


Dr. Eva Tendler

Den typischen Waldbesitzer gibt es heute nicht [...] Das ist ganz unterschiedlich, man muss sich da auf jeden Typen Mensch einzeln einlassen.

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Ein weiterer Irrtum: Der Waldbesitzer ist klassischerweise männlich. Tatsächlich existiert ein beachtlicher Prozentsatz weiblicher Waldbesitzerinnen, die durchaus andere Motivationen


Dr. Eva Tendler

Wir haben in Bayern ungefähr 41% Waldbesitzerinnen [...] Dann zeigt sich, dass die Waldbesitzerinnen etwas anders ticken als die Männer. Die interessieren sich weniger für Technik und Holzernte, das spielt eine untergeordnete Rolle.

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Und was interessiert männliche Waldbesitzer?


Dr. Eva Tendler

Die Männer erreichen sie immer noch etwas mehr mit Technik, mehr mit finanziellen Aspekten, Männer interessieren sich mehr für Brennholz...

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Noch immer gibt es gewisse Berührungsängste zwischen den Deutschen, dem Wald und zwischen den Geschlechtern. Etwa beim Thema Motorsägekurse.


Dr. Eva Tendler

Es gibt in Bayern extra Motorsägenkurse für Waldbesitzerinnen [...] sie möchten in einem geschützten Rahmen Fragen stellen. Umgekehrt bleiben aber auch die Männer ganz gerne unter sich.

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Viele neuen Waldbesitzer informieren sich zuerst im Internet. Hier eine empfehlenswerte Website. Unter www.mein-wald.de findet man alle Ansprechpartner und Dienstleister.