IFAT 2022

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Unser Hörfunk-Service zur IFAT 2022

Sie möchten über die IFAT 2022 im Radio berichten? Hier finden Sie alles, was Sie dazu brauchen!

Das Team vom Messeradio ist auch diesmal wieder auf der IFAT 2022 für Sie unterwegs, um die unterschiedlichsten Themen redaktionell zu bearbeiten. Wir bieten Ihnen alle Audiomaterialien, die Sie zur Produktion Ihres Beitrags brauchen. Hier im Downloadbereich stellen wir Ihnen kostenfrei unser Tonmaterial in Sendequalität (MP3) zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie uns über den Einsatz informieren.

Wenn Sie persönlich und direkt auf der Messe produzieren möchten, können Sie unser Hörfunkstudio im Pressezentrum West nutzen. In diesem, mit modernster Digitaltechnik ausgestatteten Studio, können Sie Ihre Beiträge bearbeiten, überspielen oder gleich live aus dem Studio senden.
Unser Technik-Team unterstützt Sie gerne direkt vor Ort.

Unser Themen-Service als Download

Nachfolgend finden Sie Manuskripte und 24 O-Töne zum Download
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Die Messe IFAT Munich ist das größte Netzwerk für Umwelttechnologien, das Industrie, Politik, Kommunen und Wissenschaft zusammenführt. Vom 30. Mai bis zum 3. Juni 2022 werden Technologien und Lösungen für eine umwelt- und klimafreundliche Zukunft gezeigt. Die Stimmung bei den Ausstellern im Vorfeld der Messe, wie der Geschäftsführer der Messe München Stefan Rummel ausführt:

Geschäftsführer der Messe München Stefan Rummel

wir erleben gerade einen ganz großen Nachholbedarf an persönlichen Kontakten und das bei einem wichtigen Thema, das sich mit unserer Zukunft befasst, mit der Umwelttechnologie. Wir dürfen uns jetzt nach vier Jahren endlich wieder auf die größte Umwelttechnologiemesse der Welt freuen. Die Stimmung ist sehr gut, wir haben quasi mehr als 2700 Aussteller und das bei einer bei einem für uns ausgebuchtem Gelände, das sind 260.000 Quadratmeter, rund 36 Fußballfelder

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Und es wird auch wieder eine sehr internationale Messe. Die Hälfte der Aussteller kommt aus dem Ausland, aus mehr als 50 Ländern, neben den europäischen Ländern, von Ägypten über Australien bis Singapur und USA. China allerdings fehle, so der Geschäftsführer der Messe weiter. In China verfolgt die Regierung weiterhin eine strenge Null-Covid-Strategie mit entsprechenden strengen Reisebeschränkungen. Rummel zufolge spürt die Messe auch ohne China, dass bei den Besuchern eine große Nachfrage da ist, trotz Corona:


Geschäftsführer der Messe München Stefan Rummel

wir haben noch einzelne Anfragen über die Hygienevorschriften, aber da es ja keine gesetzlichen Regelungen in dem Sinne gibt, sondern nur noch Empfehlungen, können wir aktuell sehr leicht darauf antworten. Was spannend ist, das tatsächlich von den Besucher Registrierungen, wie wir gelernt haben, man noch gar nicht so viel arg sagen kann. Manche registrieren sich und können nicht kommen, weil sie eine Infektion haben, andere entscheiden sich ganz spontan und spät dafür zu kommen. Aber eines haben wir von früheren Veranstaltungen gelernt. Die Qualität der Besucher ist wahnsinnig hoch, es kommen nämlich vor allen die Entscheider und dafür nicht mehr alle Menschen aus einem Unternehmen.

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Recht prominent wird auch die Eröffnung durch Bundesumweltministerin Steffi Lemke und den Bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber. Daneben haben sich auch wieder zahlreiche internationale Delegationen angesagt.


Geschäftsführer der Messe München Stefan Rummel

wir beschäftigen uns sehr intensiv mit dem Thema Rohstoffe und deren effiziente Wiederverwendung, d.h. wie werden die Rohstoffe in den Kreislauf zurückgeführt, zum Beispiel beim Thema Plastik, Baustoffe oder Autorecycling Wir beschäftigen uns mit dem Thema Abwasseraufbereitung und Trinkwasserversorgung und das ganze immer unter der Fragestellung klimaresiliente Städte. Städte werden heute und in Zukunft noch häufiger immer stärker auch von Starkregen, Hochwasser, Hitzeperioden und Trockenheit betroffen sein und ein Lösungsansatz ist die „Sponge City“, Schwammstadt, die bei Unwetter möglichst viel Regenwasser aufnimmt und speichert und in Trockenzeit dann wieder abgibt.

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Geschäftsführer der Messe München Stefan Rummel

neben dem das natürlich die Aussteller und die Verbände Lösungen zeigen zu den jeweiligen Themen haben wir natürlich Foren bei uns auf dem Messegelände. Wir haben eine Startup Area, dort werden besonders innovative Dinge gezeigt und wir haben im Außengelände tatsächlich auch Live-Demonstrationen. Dort kann man zum Beispiel sehen, wie aus Abwasser grüner Wasserstoff gemacht wird.

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Zu den persönlichen Highlights zählt Rummel unter anderem auch dieses Start-up-Area mit 50 Startups aus 16 Nationen. Bei der Messe ist man zudem stolz darauf, dass man sich selbst einem CO2-Audit gestellt hat und die IFAT Munich CO2-neutral ausgerichtet wird.


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Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat gemeinsam mit dem bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber die IFAT Munich 2022 eröffnet. Die IFAT Munich ist die weltweit führende und größte Fachmesse der Umwelttechnologiebranche. Alle zwei Jahre werden in München Lösungen für die Bereiche Wasser-, Abwasser-, Abfall-, und Rohstoffwirtschaft. Die Messe belegt eine Fläche von rund 260.000 Quadratmetern, auf der rund 2.900 Aussteller aus mehr als 50 Ländern ihre Innovationen zeigen. Bundesumweltministerin Steffi Lemke betonte die Bedeutung der Weltleitmesse, gerade in solchen unruhigen Zeiten wie jetzt:

Bundesumweltministerin Steffi Lemke

die IFAT ist die größte Messe für Umwelttechnologie, Deutschland ist seit vielen Jahren hier Vorreiter bei diesen Technologien. Die gegenwärtige Situation durch den Angriffskrieg Russlands macht deutlich, wie abhängig wir sind von Rohstoffimporten, von Energieimporten, wie verletzlich unsere Lieferketten sind, hat auch die Pandemie deutlich gemacht. Deshalb ist die Frage von Umwelttechnik, Kreislaufwirtschaft, effizienter Einsatz von Ressourcen ein Thema, das Zukunft, was Power hat und uns unabhängig von solchen Importen macht.

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Bundesumweltministerin Steffi Lemke

es ist großartig, dass die IFAT wieder stattfinden kann, es ist eine riesengroße Messe, das sind mehr Aussteller als auf der Hannovermesse. Das zeigt, welche Bedeutung Umwelttechnologie hat. Auch die Themen von Schutz von Wasserressourcen und Wasseraufbereitung sind sehr wichtig und das wird gezeigt. Und dass man das hier alles in einem guten Dialog miteinander austauschen kann, dass ich als Minister hier auch mal etwas anfassen kann, das ist nicht nur Videokonferenzen ersetzbar.

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Eines der Fokusthemen auf der IFAT Munich 2022 ist die Kreislaufwirtschaft. Die dafür erforderlichen politischen Pläne, die gesetzlichen Regelungen und die dazu notwendigen technologischen Lösungen stehen im Mittelpunkt:


Bundesumweltministerin Steffi Lemke

ganz allgemein, dass unsere Produkte besser reparierbar sein müssen, dass sie länger im Kreislauf gehalten werden müssen, über Stoffkaskaden. Es gilt weniger Abfall zu erzeugen und weniger Rohstoffe einzusetzen, das ist natürlich ein Riesenfeld, die wir alle nutzen, die die Industrie nutzt. Deshalb werden wir in einer Kreislaufwirtschaftsstrategie die Ansätze bündeln, um mehr Kreislauf zu nutzen.

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Ziel sei es, so Lemke weiter, hier in absehbarer Zeit eine Zero-Waste-Strategie zu verfolgen - das sei die größte Herausforderung:


Bundesumweltministerin Steffi Lemke

eigentlich ist alles endlich, sogar der Sand für die Baustoffe, daher ist die große Herausforderung, in relativ kurzen Zeiträumen viel Transformation zu ermöglichen. Die Rohstoffverknappung, die Klimakrise und die Krise des Artenaussterbens, deshalb brauchen wir starke und schnelle Antworten.

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Die globale Plastikflut ist nach wie vor ungebrochen – mit deutlichen Folgen für Umwelt und unser Klima. Es gilt, den gigantischen Materialstrom zu einem Kreislauf umzuformen. Die dafür erforderlichen politischen Pläne, gesetzlichen Regelungen und technologischen Lösungen gehören zu den Fokusthemen auf der IFAT Munich. Nach dem neuesten Bericht des „Global Plastics Outlook“ der OECD haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten die Menge an Kunststoffabfällen mehr als verdoppelt. Im Jahr 2019 waren es 460 Millionen Tonnen, davon wurden nur 9 Prozent recycelt, 19 Prozent verbrannt und knapp 50 Prozent landete auf den Deponien. Auf der IFAT Munich 2022 zeigen viele Unternehmen Lösungen und Innovationen zu diesem wichtigen Themenfeld. Der VDMA Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik organisiert eine Sonderschau mit dem Titel „Prozesswelt Kunststoffrecycling“. Hier 4 erfährt man, welche Schritte beim Recyceln einer Shampooflasche nötig sind. Ausgangspunkt ist die weggeworfene Flasche in der gelben Tonne, erklärt Sören Grumptmann vom Branchenverband VDMA:

Sören Grumptmann, Referent beim VDMA Abfall- und Recyclingtechnik

man würde die Shampoo-Flasche einwerfen, dann Backopening, Sortieren, Pressen, dann kommen sie ins Recycling, das Schreddern, Waschen und Trocknen, dann haben wir das Flakes sortieren und dann haben wir im letzten Verfahren das Herstellen eines neuen Kunststoffes.

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Der Prozess scheint auf den ersten Blick einfach umsetzbar, allerdings stellt er die Branche auch vor große Herausforderungen, erklärt Grumptmann:


Sören Grumptmann, Referent beim VDMA Abfall- und Recyclingtechnik

das große Problem sind Mischmaterialien, die kann man nicht recyceln, das sind z.B. Materialverbünde, leider werden die immer mehr. Klassisch sind z.B. Pappen, an denen Kunststoff befestigt. Das bekommt man nur sehr aufwendig auseinander, mit viel Energie und Wasser, das ist nicht im Sinne der Umwelt.

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Solche Materialverbünde werden in der Regel von den Maschinen aussortiert und kommen dann anschließend in die Müllverbrennung.Darüber hinaus kommt es nach Worten von Grumptmann vor allem auf die Qualität und die Quantität des zu recycelbaren Materials an:


Sören Grumptmann, Referent beim VDMA Abfall- und Recyclingtechnik

die große Herausforderung ist der Prozess des Herstellens. Und dann die Frage nach der Qualität und Quantität, gibt es genug Material, aus dem man einen neuen Kunststoff herstellen kann. Es fehlen hierbei allerdings die entsprechenden Normen. Das ist die Frage nach der Qualität. Und dann haben wir noch die Kosten, der hohe Ölpreis führt dazu, dass das Regranulat interessant ist. Fällt er ab, lohnt sich der Aufwand nicht.

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Beim Thema Kreislaufwirtschaft sie daher generell ein gesellschaftliches Umdenken notwendig, so Grumptmann:


Sören Grumptmann, Referent beim VDMA Abfall- und Recyclingtechnik

Kunststoff ist nichts Schlechtes, aber der Umgang mit Kunststoff ist schlecht. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, überall Aluminium in den Wald oder die Straße zu werfen,bei Kunststoff wird das gemacht. Dieses Bewusstsein sollte gestärkt werden und man sollte sich fragen, braucht es diesen Kunststoff wirklich, da sollten aber auch die Produktdesigner bereits darüber nachdenken.

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Ebenfalls mit einem Gemeinschaftsstand auf der IFAT 2022 vertreten ist die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW), einem nach eigenen Angaben unabhängigen Expertennetzwerk. Die Geschäftsführerin des DGAW Isabelle Henkel teilt die Meinung, dass ein gesellschaftliches Umdenken in Sachen Kreislaufwirtschaft notwendig sei:


Isabelle Henkel, Geschäftsführerin der DGAW

mit dem gleichen Konsum und dem gleichen Wegwerfen es muss zu einem Kreislauf kommen, weniger zum linearen Ablauf Kaufen, dann wegwerfen, hier ist ein gesellschaftliches Umdenken notwendig. Bisher ist es noch zu billig, aber es ändert sich bereits.

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Auf dem Gemeinschaftsstand sind hierzu innovative Ansätze zu sehen, wie die Kreislaufwirtschaft optimiert werden kann. Hierbei sind enorme Anstrengungen notwendig wie zum Beispiel eine recyclinggerechte Produktgestaltung oder das EU-weite Ende der Deponierung von Kunststoffabfällen sowie die Ausweitung von Entsorgungs- und Verwertungsstrukturen. Ein wichtiger Meilenstein in dieser Entwicklung ist der Green Deal der EU. Demnach soll die EU bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein, dazu gehören auch wichtige Maßnahmen in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft. So sollen bis zum Jahr 2030 nur noch wiederverwendbare oder recycelbare Verpackungen hergestellt werden. Ein neuer innovativer Ansatzpunkt ist das sogenannte chemische Recycling bei Stoffen wie Schaumstoff beispielsweise. Denn das herkömmliche, mechanische Recyclen hat hier seine Grenzen, so Henkel:


Isabelle Henkel, Geschäftsführerin der DGAW

hier werden die Polymere wieder aufgespalten und können wieder in ein neues Material umgewandelt werden. Wenn wir wirklich einer Circle Economy kommen wollen und die ambitionierten Quoten der EU einhalten will, kommt man mit dem mechanischen Recyceln alleine nicht hinkommen auch bei den technischen Kunststoffen wie Polycarbonaten ist es mit dem mechanischem Recyceln sehr schwierig.

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Wasseraufbereitung und das Thema Abwasserbehandlung zählen zu den größten Ausstellungsbereichen der IFAT Munich. Wasserknappheit gehört zu den Faktoren, die abwasserarme und abwasserfreie industrielle Prozesse in Zukunft noch interessanter machen. Auf der IFAT Munich werden die dafür erforderlichen Technologien gezeigt. Der Wasserverbrauch der deutschen Industrie ist seit über drei 3 Jahrzehnten rückläufig. Im Bergbau und im verarbeitenden Gewerbe lagen die Zahlen 2016 in Summe noch bei rund 5,8 Milliarden Kubikmeter, 2019 waren es nur noch 4,7 Mrd. cbm. Aufgrund von Dürreperioden der vergangenen Jahre zeigt sich, wie wichtig es ist diesen Trend fortzusetzen. So zeigt unter anderem das Unternehmen Xylem Europe, wie digitale Verfahren Einzug in die Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung nehmen, erklärt Gunnar Brüggmann

Gunnar Brüggmann, Leiter Geschäftsentwicklung Deutschland bei der Xylem Europe GmbH

ist unser neuer Ansatz fallen, darunter fallen alle digitalen Lösungen, alle End-to-End-Lösungen; vom Zähler, von der Pumpe bis hin zu einem Echtzeitassistenzystem. So können wir die Daten nutzen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Wir haben z.B. Kläranlagen da haben wir einen digitalen Zwilling aufgebaut, dass dem Betreiber in Echtzeit Vorschläge gemacht, wie die Kläranlage genutzt werden soll, das spart bis zu 30 Prozent Energie ein.

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Diese neuen digitalen Ansätzen werden nach Worten von Brüggmann auch im Kanalnetz genutzt, gerade bei den zunehmenden Starkregenereignissen:


Gunnar Brüggmann, Leiter Geschäftsentwicklung Deutschland bei der Xylem Europe GmbH

wo wir unsere Pumpen einsetzen, die geben in Echtzeit die Durchflüsse weiter. Wir schlagen vor, wie die Gewerke im Kanalnetz bestmöglich gesteuert werden, um die Mischwasserabschläge zu reduzieren; Mischwasser ist zusammengesetzt aus Regenwasser, Abwasser das in das gleiche Netz fließt. Starkregen nimmt zu, das Netz muss mehr Wasser aufnehmen, als es kann und das kann man mit Assistenzsystem besser regeln und verteilen.

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Aber auch innovative Ansätze, wie das kostbare Gut Wasser besser genutzt werden kann, hat Xylem Europe im Programm:


Gunnar Brüggmann, Leiter Geschäftsentwicklung Deutschland bei der Xylem Europe GmbH

was wir angehen auf Abwasserseite, besser Koordinierung von den Kanalnetzen und den Kläranlagen, beim Bereich Trinkwasser geht es darum, der Wasserstress nimmt enorm zu, bessere Auslese der Sensoren, in Echtzeit zu erkennen, wo eventuell ein Leck ist. Wasserstress das ist etwas was in den nächsten Jahren in ganz Europa zunehmen wird, d.h. das in bestimmten Gebieten der Grundwasserspiegel so stark absinkt, dass nicht genug Trinkwasser zur Verfügung steht.

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Gunnar Brüggmann, Leiter Geschäftsentwicklung Deutschland bei der Xylem Europe GmbH

wir können dafür sorgen, dass kein Trinkwasser in den Leitungen verloren geht, dafür gibt es unterschiedliche Lösungen. Wir haben eine Art Handball, der in die Leitung gesetzt wird und erkennt, wo ein Leckage ist. Der Bagger kann genau das Teil austauschen. Wir haben auch smarte Wasserzähler, wo, wann, welcher Durchfluss ist, und darüber zu erkennen, wo Differenzen sind und mögliche Wasserdefizite.

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Auch das Unternehmen Wilo präsentiert auf der diesjährigen IFAT Munich zahlreiche intelligente Lösungen für die Wasserwirtschaft. Die Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit stehen dabei im Mittelpunkt, erklärt Matthias Pantze, Marktsegmentleiter Bereich Wasserwirtschaft in der WILO Gruppe:


Matthias Pantze, Marktsegmentleiter Bereich Wasserwirtschaft, Industrie in der WILO Gruppe

es wird auf verschiedene Art und Weisen gelöst, wir haben die energieeffizienteste Brunnenpumpe auf dem Markt, gelöst durch ein intelligentes Design gelöst. Auf Abwasserseite gehen wir einen Schritt weiter, es geht um intelligente Pumpen, um diese widerstandsfähiger zu machen. Dadurch, dass wir sie intelligent steuern, können sie energieeffizienter betrieben werden.

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Matthias Pantze, Marktsegmentleiter Bereich Wasserwirtschaft, Industrie in der WILO Gruppe

das Schlagwort ist, dass sich die Pumpe auf die Umgebung in der Anlage anpasst; die Pumpe erkennt, wenn sie zu blockieren droht und startet automatisch einen Reinigungsprozess. Daneben sind sie in der Lage, jeden Tag zu erreichen, wie die optimale Laufgeschwindigkeit ist, um das Wasser zu bewegen.

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Aber auch im Bereich der Wasserwiederaufbereitung ist die WILO Gruppe aktiv, so Pantze:


Matthias Pantze, Marktsegmentleiter Bereich Wasserwirtschaft, Industrie in der WILO Gruppe

ein großer Trend ist, dass Wasser wiederverwendbar zu machen, wir haben jetzt auch Membranfiltration im Portfolio, d.h. dadurch wird das Wasser maximal wiederaufbereitet. Tatsächlich ist es so, dass mit dem heutigen Stand der Technik dennoch viele Spurenstoffe im Wasser noch enthalten sind wie Spurenstoffe z.B. Viren, Bakterien. So ist eine vierte Reinigungsstufe wichtig, es werden Verfahren hinzugewonnen, wie neue Pumpen, die wir liefern können.

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Matthias Pantze, Marktsegmentleiter Bereich Wasserwirtschaft, Industrie in der WILO Gruppe

das Wasser, das aus der Kläranlage herauskommt, wird ja nicht als Trinkwasser verwendet, sondern wird eingespeist in Flüsse, ins Meer oder versickert. Das Trinkwasser kommt aus tieferen Schichten, wir haben heute leider noch keine 100 prozentige Kreislaufwirtschaft beim Wasser.

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Ebenfalls mit Rückständen im Wasser beschäftigt sich Veolia. Das Unternehmen hat ein neues Verfahren entwickelt, um Corona-Viren im Abwasser aufzuspüren, dazu Markus Biegel, der Leiter der technischen Abteilung, Wasserbereich bei Veolia:


Markus Biegel, Leiter der technischen Abteilung, Wasserbereich bei Veolia

wir führen in den Kläaranlagen das Wasser aus den Haushalten zusammen, da werden Proben entnommen und wir können ähnlich wie bei Schnelltests nachweisen, wie hoch die Virenkonzentration im Wasser ist.

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Laut Biegel lässt sich dieses Verfahren auch auf andere Viren oder Bakterien übertragen, wie zum Beispiel ganz aktuell auf die Affenpocken:


Markus Biegel, Leiter der technischen Abteilung, Wasserbereich bei Veolia

das Prinzip ist übertragbar auf andere Krankheiten, man hat immer im Abwasser ein Screening und kann verschiedene Bakterien, Viren nachweisen. Wir sind dabei verschiedene Varianten zu prüfen, wie die Affenpocken, die Frage ist noch, wie interessant das ist, aber das wäre das nächste Thema für uns.

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