EXPO REAL 2019

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Das Team vom Messeradio ist auch diesmal wieder auf der EXPO REAL 2019 für Sie unterwegs, um die unterschiedlichsten Themen redaktionell zu bearbeiten. Wir bieten Ihnen alle Audiomaterialien, die Sie zur Produktion Ihres Beitrags brauchen. Hier im Downloadbereich stellen wir Ihnen kostenfrei unser Tonmaterial in Sendequalität (MP3) zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie uns über den Einsatz informieren.

Wenn Sie persönlich und direkt auf der Messe produzieren möchten, können Sie unser Hörfunkstudio im Pressezentrum West nutzen. In diesem, mit modernster Digitaltechnik ausgestatteten Studio, können Sie Ihre Beiträge bearbeiten, überspielen oder gleich live aus dem Studio senden.
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Nachfolgend finden Sie Manuskripte und 37 O-Töne zum Download
Mehr Besucher und Aussteller – Aktuelle O-Töne mit der Geschäftsführung der Messe München zum Abschluss der EXPO REAL 2019
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Nach drei Tagen ist in München die EXPO REAL 2019 zu Ende gegangen. In diesem Jahr waren es auf Ausstellerseite über 2.100 Unternehmen, Städte und Regionen, die nach München gekommen sind, auf Besucherseite waren es über 46.000, das entspricht einem Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei hat die EXPO REAL 2019 ihre Rolle als internationale Plattform der Branche unterstrichen. Dazu Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München:

Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

wir sind sehr zufrieden, weil unsere Kunden sehr zufrieden sind. Die EXPO REAL war größer und internationaler denn je; die Branche erwartet für 2019 einen sehr positiven Verlauf und das hat die Messe bestätigt.

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Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

die Aussteller kommen aus 45 Ländern, bei den Besuchern sind es sogar 70 Länder. Wir freuen uns auch über einen Zuwachs auf der Teilnehmerseite von 2 Prozent von über 46.000, damit ist die Internationalität 2019 deutlich gestiegen.

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Die möglichen Auswirkungen des Brexits machten der Branche keine Angst


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

man ist aufmerksam und beobachtet, was sich in den einzelnen Ländern tut. Die Niedrigzinspolitik beflügelt die Branche, es ist eine attraktive Anlagemöglichkeit, allerdings auch mit negativen Begleiterscheinungen was die Preise betrifft. Beim Brexit kristallisiert sich die Meinung heraus, dass vor allem Großbritannien selbst am meisten darunter leiden wird; die Krise macht der Branche keine Angst.

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Eines der beherrschenden Themen auf der EXPO REAL war vor allem die zunehmende Digitalisierung, die auch vor der Immobilienbranche nicht Halt macht


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

zum einen war sehr spannend, dass man spürt, dass die Digitalisierung alle Bereiche erfasst. Beim Einzelhandel will man wieder stärker in die Zentren der Städte. Insgesamt treibt das Thema die Branche an, man sieht Potential darin. Wir hatten eine eigene Halle dafür geschaffen, wo über 70 Start-Ups ihre Innovationen präsentiert haben, diese Halle ist auf großes Interesse bei den etablierten Unternehmen gestoßen.

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Oton Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

die Zurückhaltung hat deutlich abgenommen, auch durch unsere Initiative. Die Digitalisierung ist nicht nur ein fester Bestandteil der Branche, sondern auch ein Highlight der EXPO REAL.

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Trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Lage in Europa blickt die Branche optimistisch in die Zukunft, so Dittrich abschließend:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

Prognosen sind im derzeitigen Umfeld nicht so leicht. Der 31. Oktober kommt, bleibt Großbritannien in der EU, wenn ja wie lange, aber insgesamt gibt es in der Branche keine Panik, man schaut zuversichtlich in die Zukunft, nicht nur im Jahr 2019, sondern auch für das Jahr 2020.

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Sorge vor dem Brexit beschäftigt auch die Expo Real 2019
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Seit die Briten für den Austritt Großbritanniens aus der EU gestimmt haben, beschäftigt der Brexit auch die Immobilienmärkte und insofern auch die Expo Real. Das zeigt auch das Expo Real Stimmungsbarometer. Der Umfrage nach spüren 19 Prozent der befragten Immobilienprofis das Chaos um den Brexit in ihrem Geschäft, rund ein Drittel hat die Investment-Strategie angepasst. 20 Prozent rechnen im Falle eines No-Deal-Brexit mit massiven Folgen für ihr Geschäft. Bei der Eröffnungsdiskussion der Messe machte der Chefvolkswirt der Deka-Bank Ulrich Kater deutlich, dass er davon ausgeht, dass der Brexit kommen wird:

Chefvolkswirt der Deka-Bank Ulrich Kater

Es gibt für einen Verbleib keine ausreichende Mehrheit. Deswegen wird der Brexit stattfinden, die Frage ist nur wie. Es ist auch bezeichnend, wie schlecht es vorbereitet ist. Es zeigt, wie komplex das Thema ist.

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Der Austritt Großbritanniens ist nach jetzigem Stand für Ende des Monats vorgesehen, für den 31. Oktober. Beim EU-Gipfel am 17. und 18. Oktober könnte noch eine Einigung gebilligt oder über eine weitere Verschiebung entschieden werden. Bisher lehnt die britische Regierung eine Verschiebung noch ab. Der Chefvolkswirt der Dekabank rechnet trotzdem nicht damit, dass Großbritannien am 31.10. aus der EU austritt:


Chefvolkswirt der Deka-Bank Ulrich Kater

Wir rechnen in der Tat noch mal mit einer Verschiebung. Denn die Gespräche um das irische Grenzproblem sind in Bewegung gekommen.

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Doch noch ist eben ungewiss, ob sich beide Seiten einigen können, zu weit scheinen die Positionen noch auseinander zu liegen. Vor allem die irische Grenzfrage stellt eine kaum überwindbare Hürde dar. Ein Brexit lässt sie dadurch kaum aufhalten, selbst wenn das britische Parlament gegen einen No-Deal-Austritt stimmen, meint Kater.


Chefvolkswirt der Deka-Bank Ulrich Kater

Allerdings geht es dann über Neuwahlen Richtung harten Brexit, dann könnte der harte Brexit vielleicht im nächsten Jahr stattfinden. Die Chancen auf einen harten Brexit sind gleich verteilt.

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Wie auch immer die Entscheidung fällt, es wird nicht folgenlos bleiben. Kater rechnet vor allem mit negativen Folgen für Großbritannien, als kleineren Partner.


Chefvolkswirt der Deka-Bank Ulrich Kater

Wenn es denn passiert, dann hat das wenigstens den Vorteil, dass eine Reihe von Perspektiven geklärt ist. Die Unsicherheit die aufgelaufen ist, ist mittlerweile teurer als eine weitere Entscheidung und sei es ein harter Austritt.

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Der Geschäftsführer Immobilien KGAL Investment Management Grünwald, Deutschland, André Zücker glaubt trotz der aktuellen Entwicklung an London:


Geschäftsführer Immobilien KGAL Investment Management Grünwald, Deutschland, André Zücker

Man kommt an London als Hub nicht vorbei, Brexit hin oder her. Es wird ein paar Kratzspuren geben.

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Sabine Barthauer, Mitglied des Vorstands Deutsche Hypo AG Hannover, glaubt zwar auch an London, sieht das Ganze aber differenzierter:


Mitglied des Vorstands Deutsche Hypo AG Hannover, Sabine Barthauer:

Der hohe Bildungsstand sorgt dafür, dass wir dort eine große Anzahl an Start-ups sehen. Allerdings hat das Transaktionsvolumen deutlich abgenommen. Auch im Finanzierungsbereich werden wir in diesem Jahr sehr viel weniger Volumen sehen.

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Der Chefvolkswirt der Deka-Bank Kater verweist aber auch darauf, dass die britische Wirtschaft nur zwei Prozent der Weltwirtschaft ausmacht. Für ihn sei es entscheidend, was in den anderen 98 Prozent der Weltwirtschaft vor sich gehe, unter anderem die Entwicklung in China und den USA. Zudem profitieren bereits andere Standorte von der derzeitigen Entwicklung in Großbritannien, wie Frankfurt am Main, Luxemburg, Dublin und Paris. Banken, Finanzinvestoren und Versicherungen haben Arbeitsplätze aus London in diese Städte verlagert.


Mieten in München werden voraussichtlich hoch bleiben
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München boomt, wohl sehr zum Leidwesen vieler Mieterinnen und Mieter in Bayerns Landeshauptstadt. Ein Ende der exorbitant steigenden Mietpreise scheint nicht absehbar zu sein. Auch die Kommunalreferentin und OB-Kandidatin der CSU, Kristina Frank ist der Meinung, dass die Mieten in München in den nächsten Jahren nicht sinken werden, wie sie auf der Immobilienmesse EXPO REAL in München ausführte.

Kommunalreferentin und OB-Kandidatin der CSU, Kristina Frank

Die Mieten steigen, da die Grundstückspreise steigen. Die Flächen werden zudem immer knapper. Doch Mieten steigen im Vergleich zu Bodenpreisen in verhältnismäßig geringem Umfang.

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Vorsitzender der Geschäftsführung der Büschl Unternehmensgruppe, Ralf Büschl

Die Mieten in München werden weiter steigen, allerdings in einer langsameren Kurve als in der Vergangenheit.

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Etwas differenzierter sieht es Wolfgang Röck, er ist Geschäftsführer der Wöhr + Bauer GmbH. Er rechnet zwar auch mit weiter hohen Immobilienpreise, schiebt ein „aber“ jedoch gleich hinterher:


Geschäftsführer der Wöhr + Bauer GmbH, Wolfgang Röck

Wenn wir Anzeichen von Krisen spüren, dann sinkt auch die Flächennachfrage, München ist zwar breit aufgestellt, aber wir werden Dellen spüren.

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Bereits jetzt fällt auf, dass die Mieten nicht so schnell ansteigen wie die Immobilienpreise. Das Chief Investment Office des UBS Global Wealth Managements veröffentlichte jüngst den sogenannten Global Real Estate Bubble Index 2019, der zeigt, dass in vielen Großstädten mittlerweile Blasenrisiko besteht. Platz 1 des Index nimmt hierbei München ein. Frank widerspricht:


Kommunalreferentin und OB-Kandidatin der CSU, Kristina Frank

Denn Anleger und Firmen in der Immobilienbranche denken ihrer Meinung nach heute genauer darüber nach, was sie tun. Im Fall einer Immobilienblase, müsste man ein unkontrolliertes Verhalten solcher Akteure feststellen, die die Immobilien wieder ankaufen. Allerdings ist das Gegenteil der Fall: die Immobilienbranche erlebt momentan ein rationales Vorgehen.

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Auch die anderen Diskussionsteilnehmer des Diskussionspanels der Stadt München auf der Expo Real sehen keine Immobilienblase in der bayerischen Landeshauptstadt:


Vorsitzender der Geschäftsführung der Büschl Unternehmensgruppe, Ralf Büschl

Wir haben einen unglaublichen Drang nach München. Dadurch entwickelt sich keine Blase, wir haben auch kein Überangebot, sondern das Gegenteil. Eine Blase sehe ich nicht.

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Aktuelle Wirtschaftslage, Brexit und Klimapaket – Interview mit Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft auf der EXPO REAL
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Wann kommt er und vor allem wie und mit welchen Folgen? Viele Unternehmen haben ihre Notfallpläne längst auf scharf geschaltet, weil bis zur letzten Minute unklar ist, wie Großbritannien aus der EU ausscheiden wird. Der „Nebel des Brexits“ hängt auch über der britischen, europäischen und globalen Immobilienbranche. Auf der EXPO REAL 2019 äußerte sich auch Gabriel Felbermayr, der Präsident des Instituts für Weltwirtschaft zum Brexit und dessen Auswirkungen auf die Immobilienbranche. Außerdem ging es in dem Gespräch mit der Redaktion des Messeradios München über die aktuelle Klimapolitik der Bundesregierung sowie über die derzeit vorherrschende Rezession in Deutschland:

Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft

wir sind in einer Rezession, aber es ist eine, vor der wir uns nicht fürchten müssen, es ist nichts gegen den großen Crash von 2009, insofern gebe ich dem Wirtschaftsminister Recht, wenn er Worte wählt, die verhindern sollen, dass wir eine Panikstimmung bekommen sollen.

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Redaktion: Wir haben im Moment sehr viele internationale Baustellen, die verunsichern. Der Blick auf London, glauben Sie, dass es hier noch eine weitere Verschiebung gehen wird?


Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft

es sieht so aus, dass es zu einer weiteren Verschiebung kommt, das in Brüssel zwar nicht auf komplette Zustimmung trifft, aber das immerhin ein Papier ist, ein echtes Zugehen und dass eine Chance besteht, dass man vorankommt. Man weiß nie, was passiert, man kann Boris Johnson nicht gut lesen. Die gesamte Lage in der EU ist unübersichtlich geworden, einige sprechen davon, dass Ungarn ein Veto einlegen könnte, mein Rat, wir verschieben noch einmal, obwohl die Zeit sehr knapp geworden ist.

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Redaktion: Ist der harte Brexit vom Tisch?


Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft

der harte Brexit ist so lange nicht vom Tisch, als wir eine komplette Neuregelung mit den Briten haben.Selbst wenn wir mit dem May-Abkommen auseinandergehen würden, ist die Unsicherheit nicht weg. Dann würde der Bagstopp greifen, ob der aber auch so umgesetzt wird, das steht in den Sternen. Die Unsicherheit bleibt uns leider Gottes noch eine lange Zeit erhalten.

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Redaktion: Welche Auswirkungen hat die Entwicklung in London, aber auch der Kurs von US-Präsident Trumpf auf die Immobilienwirtschaft?


Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft

die Immobilienwirtschaft ist eine der wenigen Branchen, die von Unsicherheit profitiert. Die Menschen kaufen in solch einer Phase der Angst Real Estate, da ist die Unsicherheit aus dem Weißen Haus oder aus London eher hilfreich; natürlich darf man das nicht übertreiben; wenn die Wirtschaftssituation einen Knick bekommt und wir in eine ausgewachsene Rezension kommen, dann wird das die Immobilienwirtschaft mitziehen, aber die Dosierung, wie wir sie jetzt haben, also einerseits solide Beschäftigung und gleichzeitig eine hohe Unsicherheit, ist für die Immobilienwirtschaft ein idealer Nährboden.

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Redaktion: Ein anderes Thema derzeit ist das Klimapaket. Sollte die Bundesregierung das noch einmal aufschnüren, was sagen Sie hierzu?


Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft

wir sind enttäuscht, dass die Co2-Bepreisung so zaghaft angegangen wird. Wir hätten uns lieber einen Co2-Preis vorgestellt, der sich am ETS (Europäischer Emissionshandel) orientiert für Strom und Industrie. Das ist deswegen wichtig, weil wir glaubwürdige Signale setzen müssen. Die Menschen müssen wissen, was kommt und dann können sie entscheiden, welche Heizung oder welches Auto sie kaufen wollen. Enttäuscht sind wir auch deshalb, dass auch kein Zertifikate-Handel in Sicht ist. Man spricht zwar davon, aber es ist ganz platt eine CO2-Steuer, die auch 2025 bei uns bleiben wird. Man sagt, sie darf nicht mehr als 60 Euro gehen, wenn der Zertifikate-Handel mehr als 60 Euro will, also der Markt, dann werden wir lange eine Steuer haben mit all den negativen Geschmäckern, die eine Steuer hat.

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Redaktion: Was spricht gegen so eine Steuer?


Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft

die Steuer ist ziemlich unflexibel, ein Preis auf dem Zertifikate Markt passt sich an. Wenn die Nachfrage nach unten geht, sinkt der Preis. Das wäre in einer Krise gut. Wenn das Erdöl auf den Märkten billiger wird, würde der Preis an den Tankstellen sinken und ein Zertifikate-Handel würde das verhindern. Das sind schöne stabilisierende Eigenschaften. Hier wird eine Menge eingestellt, wir bekommen die haushaltärischen Risiken raus, dann können wir unsere völkerrechtlichen Verpflichtungen einhalten, das ist bei einer CO2-Steuer sicherlich nicht der Fall.

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Redaktion: Aber was wäre denn, wenn sie das Paket noch weiter aufweichen würden?


Gabriel Felbermayr, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft

die Expertenkommission soll weniger Befugnisse haben, das halte ich nicht für ein großes Problem. Aber das Signal ist schon ein Fatales. Wir bräuchten eigentlich ein Nachschärfen und nicht ein Aufweichen. Wir bräuchten mehr in Richtung soziale Verträglichkeit, es ist schade, dass man nicht mehr beim Strompreis tut, wir haben in Deutschland die höchsten Strompreise. Das, was im Moment diskutiert wird, stimmt mich in keinster Weise froh.

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Aktuelle Umfrage unter den Ausstellern und Messebesuchern zum Start der EXPO REAL 2019
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2.127 internationale Unternehmen sind noch bis zum Mittwoch auf der EXPO REAL 2019 in München zu Gast, der größten Fachmesse der Immobilienbranche. Hier wird das gesamte Spektrum der Immobilienwirtschaft abgebildet. Bestimmende Themen auf der EXPO REAL sind der Brexit und dessen Auswirkungen auf die Branche, die derzeitige Zinspolitik oder auch das Thema bezahlbares Wohnen. Zum Start der EXPO REAL haben wir Aussteller und Besucher zu ihren Erwartungen befragt:

EXPO REAL 2019

Umfrage zum Start der Expo Real

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Digitalisierung als Herausforderung für die Immobilienbranche Innovationen und Start ups in eigens geschaffener Halle NOVA³
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In diesem Jahr wächst die EXPO REAL aufgrund der starken Nachfrage weiter und hat nun eine Halle zusätzlich. In der neu geschaffe nen Halle NOVA³ (Halle A3) wird dem thematischen Schwerpunkt Innovation Raum eingeräumt. Hier präsentieren sich Start ups, Grown ups und innovationsorientierte Unternehmen. Bei vielen von ihnen steht das Thema Digitalisierung im Fokus der Produkte und Inno vationen. Mit dabei ist auch die Internetplattform ImmobilienScout24. Für den Geschäftsführer von ImmobilienScout24 ist es sehr wichtig, dass dieses Thema weiter vorangetrieben wird und stärker in den Fokus rückt

Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer ImmobilienScout24

wir sind Partner der Immobilienwirtschaft und diese steht an der Schwelle der Digitalisierung und da wollen wir die Wirtschaft dabei unterstützen; ich finde das wunderbar, dass die EXPO REAL hier auch einen Ansporn gibt, das wird der B ranche helfen, es geht ihr gut, sie ist traditionell, aber hier eine Speerspitze zu sein als Messe, das finden wir sehr gut, um das Thema voranzutreiben.

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ImmobilienScout24 hat bereits einige Produkte im Portfolio, die der Branche auf dem Weg in die Digita lisierung helfen sollen, so Schroeter


Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer ImmobilienScout24

ein klassisches Beispiel ist die Standortanalyse, diese findet heute nicht datenbasiert statt, sondern auf dem weißen Papier. Wir haben ein Produkt gebaut , was die Standortanalyse automatisiert, wo der Entscheidungsträger die Datengrundlage hat, ob es sinnvoll ist, hier zu bauen. Hier kann man ansetzen, um die Branche zu Digitalisierung und dabei zu unterstützen.

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Das Unternehmen BREEZE Technologies stellt eine neuartige Software vor, mit deren Hilfe die Luftqualität in Städten über Sensoren gemessen und anschaulich für den Verbraucher ausgewertet und bewertet werden kann.


Hannah Bettenhausen, Head of Operations Breeze Technologies UG

das machen wir, indem wir Sensoren benutzen, die die Daten zu einer smarten Cloud verbinden. Dort kann jeder schauen, wie ein bestimmter Parameter sich entwickelt und entsprechend reagieren.

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Hannah Bettenhausen, Head of Operations Breeze Technologies UG

wir wollen in der Zukunft helfen, smarte Cities weiter auszubauen, Umweltdaten auszuwerten und zu nutzen, damit sich die Bürger und Bewohner über die Luftqualität informieren können. Gleichzeitig können wir Hausbesitzern helfen, im Innenbereich die Luft zu messen, wa s Mietern auch helfen kann.

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Das Unternehmen Vilisto präsentiert auf der EXPO REAL ein selbstlernendes System zur Heizungssteuerung. Es sorgt bei Anwesenheit für optimales Wohlfühlklima in jedem Raum und senkt die Temperatur bei Abwesenheit energieeffizie nt ab. So können nach Worten von CSO Christian Brase bis zu 40 Prozent Heizenergie eingespart werden


Christian Brase, CSO von vilisto

wir haben ein selbstlernendes Tempostat entwickelt, das integrierte Präsenzsensoren enthält und zu jeder Zeit merkt, ob Räume genutzt werden oder nicht. Dieses Verhalten wird raumindividuell erlernt, genau so wie lange es braucht, um einen Raum zu wärmen. Was am Ende rauskommt, sind Räume, die vorgewärmt werden, bevor die Mitarbeitern in die Büros kommen und sobald niemand mehr im Büro ist, wird die Temperatur abgesenkt.

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Caala hat eine Software entwickelt, die den Energiebedarf für den Betrieb eines Gebäudes als auch Herstellung, Austausch und Entsorgung der Baumaterialien bereits in den frühen Entwurfsphasen berechnet. Dazu Thomas Brückl, der Leiter der Energieberatung bei CAALA aus München


Thomas Brückl, Leiter Energieberatung bei CAALA

die jetzige Situation beim Nachhaltigkeitsthema ist, dass wir die graue Energie, die notwendig ist, um Baumaterial herzustellen, gar nicht bewertet wird. Sobald wir auf einem Niveau sind, dass regenerative Energie im Betrieb des Gebäudes bewerkstelligt wird, wir die Bewertung dieser grauen Energie immer wichtiger. Wir haben ein Tool entwickelt, mit dessen Hilfe Architekten und Planer, bereits bevor gebaut wird, diese Energie bewerten können.

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Die komplette Lebenszyklusanalyse wird in anschaulichen Diagrammen dargestellt, um einen ganzheitlichen Überblick der Gebäudeperformance zu geben.


Zahlen, Daten und Fakten zur EXPO REAL 2019 – Aktuelle O-Töne im Vorfeld der Messe mit der Geschäftsführung der Messe München
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Sie ist ein Spiegelbild der Immobilienwirtschaft, die EXPO REAL, die größte Fachmesse der Branche in Europa, die vom 7. bis 9. Oktober 2019 in München stattfindet. In diesem Jahr sind 2.127 internationale Unternehmen, Städte und Regionen mit dabei, das sind mehr als im vergangenen Jahr. Damit setzt sich das Wachstum der Messe fort. Die hohe Nachfrage nach Flächen hat die EXPO REAL heuer auch dazu veranlasst, eine weitere Halle zu öffnen: die A3. Hier präsentieren sich vor allem Start-ups, Grown-ups und innovationsorientierte Unternehmen. Ein umfangreiches Konferenzprogramm mit mehr als 400 Experten rundet die Veranstaltung ab. Dazu der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe München, Klaus Dittrich:

Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

es ist eine internationale Plattform. Der Immobilienmarkt in Deutschland ist immer noch sehr attraktiv. Investoren aus der ganzen Welt besuchen die Messe. Auf der anderen Seite sind die Länder, die stabile Rechtsverhältnisse bieten, auch eine abschätzbare konjunkturelle Entwicklung, für Investoren interessant und dazu zählt unter anderem Amerika.

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Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

die Expo Real wächst weiter, wir eröffnen eine neue Halle, so wie sich die Besuchervorregistrierungen entwickeln, gehen wir von einem großen Zuspruch für die Expo Real 2019 aus.

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Im Vorfeld der EXPO REAL hat die Messe zahlreiche Immobilienprofis zur Stimmung in der Branche befragt. Mehrheitlich, so das Ergebnis der Befragung, werden für das laufende Jahr gute Ergebnisse erwartet. Allerdings bereiten sich die Profis auch auf härtere Zeiten vor, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung der Messe München Dittrich ausführt:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

wir haben in unserem Stimmungsbarometer 1.800 Teilnehmer der letzten Messe befragt, die haben sehr positive Aussagen für 2019 gegeben. 14 Prozent sagen, es wird ein neues Rekordjahr geben. Deutlich unterscheiden sich die Erwartungen in Richtung Großbritannien; man rechnet bei einem ungeregelten Austritt aus der EU, dass das nachhaltige, negative Auswirkungen auf das eigene Geschäft haben wird. Aber wir sehen auch, dass sich die Geschäftsleute besser darauf vorbereitet haben als noch vor zwei Jahren.

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Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

Ich glaube, alle wissen, dass es unwahrscheinlich ist, dass es nach zehn Jahren Hochkonjunktur nicht auch zu einer Abschwächung kommt. Man sieht die Abschwächung in der Automobilwirtschaft. Hinzu kommen politische Konflikte, es gibt viele Unwägbarkeiten, aber auf der Messe spüren wir keinerlei nachlassendes Interesse. Man beschäftigt sich mit dem Thema und versucht sich hier gut vorzubereiten.

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Zu einem der zentralen Themen gehört in diesem Jahr auch, wie es künftig stärker gelingt, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

es ist natürlich ein Thema, das Problem, kann nicht ignoriert werden, dass der Mangel an Wohnraum gerade in Ballungszentren immer mehr Menschen betrifft. Aus unserem Stimmungsbarometer wissen wir, dass es ein Problem ist, dass die Immobilienwirtschaft nur mit der Politik gemeinsam lösen kann. Die Vorstellungen über die entsprechenden Maßnahmen gehen hier allerdings noch weit auseinander, z.B. Beschleunigung von Genehmigungsverfahren oder zu Forderungen zu Enteignungen. Dafür ist eine Messe da, solch kontroverse Themen zu diskutieren.

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Daneben werden auch noch zahlreiche weitere Themen der Branche diskutiert:


Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München

es geht nicht nur um Gewerbeimmobilien, es geht auch um den Wohnungsbau, es geht um Hotellerie- oder auch Pflege- und Gesundheitsimmobilien. Es geht auf der Messe aber auch um die gesamte Wertschöpfungskette von der Planung bis zur Entwicklung und Finanzierung.

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